Mit dabei ist der Ordensmann und Eremit Charles de Foucauld

Papst Franziskus spricht sieben Menschen heilig – Termin bekannt

Aktualisiert am 09.11.2021  –  Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ Schon im Mai dieses Jahres war der Weg für die nächsten Heiligsprechungen in der katholischen Kirche geebnet worden. Nun ist auch klar, wann genau Papst Franziskus die sieben Menschen kanonisieren wird.

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Papst Franziskus will am 15. Mai 2022 sieben Menschen heiligsprechen. Das teilte der Vatikan am Dienstag mit. Die Heiligsprechungen waren im Mai dieses Jahres von Papst Franziskus und mehreren Kardinälen beschlossen worden. Mit dabei ist der französische Ordensmann und Eremit Charles de Foucauld (1858-1916).

Zu den weiteren sechs Personen zählt der südindische Konvertit und Märtyrer Lazarus (1712-1752), genannt Devasahayam, der in Kerala und Tamil Nadu verehrt wird. Diesen hatte Benedikt XVI. 2011 seliggesprochen, de Foucauld 2005. Ebenfalls auf der Liste stehen der französische Priester und Ordensgründer Cesar de Bus (1544-1607), die italienischen Priester und Ordensgründer Luigi Maria Palazzolo (1827-1886) und Justin Maria Russolillo (1891-1955) sowie die italienischen Ordensgründerinnen Maria Francesca di Gesu (Francesca Maria Rubatto, 1844-1904) und Maria Domenica Mantovani (1862-1934).

Die Heiligsprechung in der katholischen Kirche ist eine feierliche Erklärung des Papstes über das vorbildlich christliche Leben eines Menschen und über dessen endgültige Aufnahme bei Gott. Nach dieser Kanonisation, die im Rahmen eines Festgottesdienstes vollzogen wird, darf die betreffende Person weltweit verehrt werden. Der Heiligsprechung geht ein kirchlicher Prozess über mehrere Instanzen voraus, dessen Grundzüge auf das 18. Jahrhundert zurückgehen. Dabei muss nachgewiesen werden, dass auf Fürsprache des Verstorbenen ein wissenschaftlich unerklärliches Wunder geschehen ist. Bei Märtyrern, die wegen "Hass auf den Glauben" ermordet wurden, wird auf einen gesonderten Nachweis eines nach dem Tod gewirkten Wunders verzichtet. Dem Papst steht es auch frei, Persönlichkeiten unter bestimmten Voraussetzungen ohne Nachweis eines Wunders heiligzusprechen. Vor einer Heiligsprechung steht die Seligsprechung. Bei ihr wird nur eine regionale Verehrung des Seligen zugelassen. (tmg/KNA)