Der Bamberger Dom mit der Stadt im Hintergrund
Auflagen für Gläubige

Corona: Keine Touristen mehr im Bamberger Dom erlaubt

Strengere Corona-Regeln im Bamberger Dom: Künftig darf die Kathedrale nur noch aus religiösen Gründen besucht werden. Damit sind touristische Besichtigungen vorerst nicht mehr erlaubt. Für Gläubige gibt es Richtlinien.

Bamberg - 30.11.2021

Der Bamberger Dom darf nur noch aus religiösen Gründen besucht werden. Führungen oder andere touristische Besichtigungen sind bis auf Weiteres nicht erlaubt, wie das Erzbistum Bamberg am Dienstag mitteilte. "Gerade in der besinnlichen Adventszeit und in diesen herausfordernden Pandemiezeiten soll der Dom ein Gotteshaus und Ort des Gebets sein", sagte Birgit Kastner, Hauptabteilungsleiterin für Kunst und Kultur.

Auf der Facebook-Seite des Doms werden als weiterer Grund für die Einstellung der touristischen Besuche die Corona-Regeln in Bayern genannt. Nach diesen müsste eigentlich für solche dann beim Dom die 2G-Plus-Regel gelten, weil er als Kulturstätte behandelt würde. Es könnten dann nur noch genesene oder geimpfte Touristen mit einem negativen Test die Kathedrale besichtigen. Diese Regel gilt auch für das Diözesanmuseum, wie das Erzbistum ergänzte. Im Dom selbst gilt dies nicht für Gläubige. Für sie besteht eine Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske, außerdem sind Abstandsregeln zu beachten. Dies werde von der Domaufsicht kontrolliert, hieß es.

Die im Jahr 1012 geweihte romanische Kathedrale St. Peter und St. Georg zählt zu den deutschen Kaiserdomen. Im Inneren befinden sich neben dem bekannten Wahrzeichen des "Bamberger Reiters" das Grab des einzigen heiliggesprochenen Kaiserpaars des Heiligen Römischen Reichs (Heinrich II. und Kunigunde) sowie das einzige Papstgrab (Clemens II.) in Deutschland und nördlich der Alpen. (tmg/KNA)

Präzisierung

In einer vorherigen Version der Meldung hieß es, nur noch Genesene oder Geimpfte mit einem negativen Test dürften die Kathedrale besuchen, was der sogenannten 2G-Plus-Regel entspräche. Dies würde allerdings lediglich bei touristischen Besuchen der Fall sein. /mpl