Ohne "Green Pass" gibt es Konsequenzen

Vatikan verschärft Corona-Maßnahmen: Künftig 2G für alle

Aktualisiert am 23.12.2021  –  Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ Neue Corona-Regeln im Vatikan: Beschäftigte, externe Dienstleister und Besucher müssen geimpft oder genesen sein. Für bestimmte Mitarbeiter ist die Boosterimpfung verpflichtend. Wer den Richtlinien nicht folgt, hat mit Konsequenzen zu rechnen.

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Der Vatikan verschärft in Anbetracht der europaweit steigenden Fallzahlen seine Corona-Regeln. Künftig müssen Beschäftigte, externe Dienstleister und alle Besucherinnen und Besucher entweder geimpft oder von Covid-19 genesen sein. Wer den entsprechenden italienischen "Green Pass" nicht vorlegen kann, darf nicht zur Arbeit kommen, gilt als unentschuldigt abwesend und bekommt kein Arbeitsentgelt. Für Mitarbeitende, die direkten Kontakt mit der Öffentlichkeit haben, ist ab 31. Januar zudem die Boosterimpfung verpflichtend.

Dies geht aus einem von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichneten Dekret hervor, das am Donnerstag veröffentlicht wurde. Nach Angaben des Governatorats (Staatsverwaltung) werden vatikanische Bescheinigungen, das EU-weit geltende Zertifikat sowie solche anderer Staaten akzeptiert, die den Vorgaben entsprechen. Die Vorschrift betrifft das Territorium des Vatikanstaates sowie alle exterritorialen Einrichtungen in der Stadt Rom und in Castel Gandolfo. Kontrollen nimmt die vatikanische Gendarmerie vor. Von der Regelung ausgenommen sind Gottesdienstteilnehmer, allerdings ausschließlich für die Dauer der jeweiligen Feier.

Die Überprüfung am Arbeitsplatz obliegt demnach der jeweils zuständigen Abteilung. Über mögliche Ausnahmen von der Verpflichtung entscheide das Staatssekretariat im Einzelfall. Zu Alternativlösungen wie Homeoffice werden in dem Schreiben keine Angaben gemacht. Damit weitet der Vatikan einen Erlass vom September deutlich aus. Damals hatte der Vatikan das Äquivalent der deutschen 3G-Regel eingeführt: Getestet, geimpft oder genesen. (KNA)