Queere Kirchenmitarbeiter fordern Reformen

Petition von "#OutInChurch" mit mehr als 60.000 Unterschriften

Aktualisiert am 27.01.2022  –  Lesedauer: 

Bonn ‐ Die Aktion "#OutInChurch" hat in den vergangenen drei Tagen zu großer Resonanz geführt, auch bei Bischöfen und Generalvikaren. Inzwischen haben zudem mehr als 60.000 Menschen eine Online-Petition der Initiative unterschrieben.

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Mehr als 60.000 Unterstützer haben die Online-Petition der Aktion #OutInChurch unterzeichnet. Die sieben Forderungen der Initiative zur Förderung der Rechte von queeren Menschen in der katholischen Kirche stehen seit Montag auf der Internet-Plattform "chance.org" online. Erhält die Petition mehr als 75.000 Unterschriften, würde sie zu den meist gezeichneten Aufrufen auf der Internetseite zählen.

Am Montag hatten sich 125 queere Menschen im Dienst der Kirche im Rahmen der Aktion #OutInChurch öffentlich geoutet. Priester, Ordensleute und Laien fordern unter anderem kirchliche Segnungen für gleichgeschlechtliche Paare, eine Änderung des kirchlichen Arbeitsrechts mit Blick auf Loyalitätsverstöße und das Ende der Diskriminierung von homo- und bisexuellen sowie transidenten Gläubigen in der Kirche. Außerdem fordern die Teilnehmer die Bischöfe dazu auf, Verantwortung für das Leid zu übernehmen, das queeren Menschen durch die Kirche zugefügt wurde.

In den vergangenen Tagen hatten sich zahlreiche deutsche Bischöfe und Generalvikare zu Wort gemeldet und den Teilnehmern von #OutInChurch versichert, dass sie keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen fürchten müssten. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hatte sich für ein Ende der Doppelmoral beim Thema Sexualität in der Kirche ausgesprochen. (rom)