Aus bisher 178 sollen 64 Seelsorgebereiche werden

Erzbistum Köln: Pläne für pastorale Einheiten vorgestellt

Aktualisiert am 06.04.2022  –  Lesedauer: 

Köln ‐ Wie in vielen anderen Diözesen läuft auch im Erzbistum Köln ein Prozess zur Reform der pastoralen Strukturen. Nun hat die rheinische Erzdiözese konkrete Planungen vorgestellt, die eine drastische Reduzierung der Strukturen vorsehen.

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Die Strukturreform im Erzbistum Köln geht in die nächste Phase: Die rheinische Erzdiözese hat Vorschläge für die künftigen "Pastoralen Einheiten" vorgestellt. Es sollen 64 Einheiten entstehen, teilte das Erzbistum Köln am Mittwoch mit. Der Reformplan mit dem Titel "#ZusammenFinden" wurde demnach zuerst den Beteiligten in den Gremien der Seelsorgebereiche, den Katholikenräten, den pastoralen Diensten und den Verwaltungsleitungen bekannt gemacht. Entworfen wurde der Plan für die Neuordnung von verschiedenen Fachabteilungen im Kölner Generalvikariat. Dies entspreche der im Rahmen des Strukturprozesses mit dem Diözesanpastoralrat entwickelten Vorgehensweise. Erste Vorgespräche mit den Dechanten und Vertretern der Katholikenräte hätten bereits zu Anpassungen des Vorschlags geführt. Nun sollen die Ideen als Grundlage für weitere Beratungen in den Seelsorgebereichen dienen.

Es handele sich lediglich um einen Vorschlag, betonte Markus Bosbach, Leiter der Hauptabteilung Entwicklung Pastorale Einheiten, in einem Begleitschreiben. Die Beteiligten sollten den Vorschlag als Anregung für ihre Beratungen nutzen. "Vielleicht finden Sie ihn schon recht plausibel, ansonsten erarbeiten Sie gerne gemeinsam Alternativen", so Bosbach. Bis Mitte Oktober 2022 hätten die Gremien dafür Zeit. Dann müssten sie ihr Votum zum Vorschlag abgeben und ihm entweder zustimmen oder einen Alternativvorschlag machen. Auf dieser Grundlage werde anschließend bis zum Jahresende die Vorlage für eine Entscheidung über die räumliche Gestalt der zukünftigen "Pastoralen Einheiten" erarbeitet. Das Erzbistum hat zur besseren Erläuterung des Vorschlags geografische Karten und eine Liste der künftigen Einheiten bereitgestellt.

Als Grund für die Bildung der geplanten 50 bis 60 "Pastoralen Einheiten" aus den derzeit 178 Seelsorgebereichen führte das Erzbistum im März die rückläufigen Zahlen bei Katholiken, Engagierten, Seelsorgenden und bei den Finanzen an. Kardinal Rainer Maria Woelki hatte im Rahmen des "Pastoralen Zukunftswegs" diesen Schritt angekündigt, was zu heftiger Kritik an der Kirchenbasis geführt hatte. (rom)