Kirchenoberhaupt warnt vor Desinformation und falschen Prioritäten

Papst Franziskus ruft zum Teilen der Osterfreude auf

Aktualisiert am 18.04.2022  –  Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ Ostern ist für Christen ein Fest der Freude, denn es steht für den Sieg des Lebens über den Tod. Der Papst hat nun alle Christen dazu aufgerufen, die Fröhlichkeit über die Auferstehung zu teilen – und davor gewarnt, dem "Gott des Geldes" zu dienen.

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Am Ostermontag hat Papst Franziskus Christen zu einem Teilen der Osterfreude aufgefordert. Man solle sie nicht für sich behalten, denn sie werde durch das Teilen vervielfacht, so das Kirchenoberhaupt vor dem Mittagsgebet auf dem Petersplatz. "Wenn wir uns öffnen und das Evangelium verkünden, werden unsere Herzen größer und überwinden die Angst."

Ängste würden aus der großen Angst vor dem Tod geboren, erklärte der 85-Jährige. Der Angst vor dem Vergehen, vor dem Verlust geliebter Menschen, vor Krankheit, davor, nicht mehr zurechtzukommen. Aber an Ostern habe Jesus den Tod besiegt, ermutigte Franziskus. Kein anderer könne also überzeugender sagen "Fürchte dich nicht".

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Diese Botschaft solle weitergegeben werden. Dabei warnte das Kirchenoberhaupt vor Desinformation und falschen Prioritäten: "Falschheit - in Worten und im Leben - verunreinigt die Verkündigung, verdirbt das Innere, führt zurück ins Grab." Besonders ein Dienen dem "Gott des Geldes" ruiniere alles und verschließe den Weg zur Erlösung. Er rief dazu auf, die eigene "Undurchsichtigkeit vor das Licht des auferstandenen Jesus zu stellen", um zum "transparenten und leuchtenden Zeugen der Freude des Evangeliums" zu werden.

Anschließend betete Franziskus das Regina Coeli und wünschte allen anwesenden Pilgern ein frohes Osterfest. Ein Gruß ging auch an die vielen italienischen Jugendlichen, die zu Ostermontag nach Rom gepilgert waren. Am frühen Abend werden sie gemeinsam mit Papst Franziskus eine Gebetswache auf dem Petersplatz halten. Erwartet werden rund 57.000 junge Menschen. (KNA)