Missbrauch, Kreuzzüge, Zwangsbekehrungen nicht vom Geist Christi beseelt

Erzbischof Schick: In Kirche Heiliger Geist und Ungeist am Werk

Aktualisiert am 09.05.2022  –  Lesedauer: 

Kronach ‐ Missbrauch, Kreuzzüge, Zwangsbekehrungen seien vom Ungeist beseelt gewesen, der gegen den Geist Christi agiere, so Bambergs Erzbischof Schick. Gott sei Dank gebe es aber auch "die guten Früchte des Heiligen Geistes" in der Kirche.

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Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick sieht in der Kirche den Heiligen Geist und den Ungeist am Werk. Missbrauch, Kreuzzüge, Zwangsbekehrungen seien nicht vom Geist Christi beseelt gewesen, sondern vom Ungeist, der gegen den Geist Christi agiere, sagte Schick am Sonntagabend zum Tag der geistlichen Berufe im oberfränkischen Kronach. Zugleich rief der Erzbischof dazu auf, nicht nur "die Früchte des Ungeistes zu sehen, zu beklagen und anzuklagen". Gott sei Dank gebe es auch "die guten Früchte des Heiligen Geistes" in der Kirche. Sie könnten auch nicht durch noch so viel Negatives ungeschehen gemacht werden. Schick verwies auf die Heiligen wie Franziskus, Mutter Teresa und viele andere. Durch sie bereichere die Kirche die Menschheit.

Zu den guten Früchten gehörten auch Millionen Eltern und Großeltern, die für ihre Kinder alles gäben. Dazu zählten abertausende gute Priester, Diakone und seelsorgliche Mitarbeitende, die Trost, Hoffnung, Mut und Frieden vermittelten, und auch jene, die in Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern und Politik Menschen auf gute Lebenswege geführt hätten. Wer diese Früchte sehe, der könne sich auch die Frage stellen, ob er selbst mitwirken und sich vom guten Geist beseelen lassen wolle. (KNA)