Anmeldeschluss für Pilgerfahrt noch einmal verlängert

Missbrauchsbetroffene radeln zum Papst – Bischof empfängt sie

Aktualisiert am 23.01.2023  –  Lesedauer: 

München ‐ Vom 6. bis 17. Mai radeln Missbrauchsbetroffene von München zum Papst nach Rom. Sie wollen sich dabei mit sexualisierter Gewalt in der Kirche auseinandersetzen und Veränderungen anstoßen. Unterwegs werden sie von einem Bischof empfangen.

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Missbrauchsbetroffene radeln im Frühjahr von München zum Papst nach Rom. Der Anmeldeschluss für die Pilgerfahrt vom 6. bis 17. Mai wurde noch einmal um einen Monat bis 15. Februar verlängert, wie die Pressestelle des Münchner Ordinariats am Montag mitteilte. Unterwegs wollen sich die Teilnehmenden mit sexualisierter Gewalt im Raum der Kirche auseinandersetzen und Veränderungen im Umgang mit Betroffenen anstoßen.

Empfang in Bozen

Am 8. Mai wird die Pilgergruppe demnach in Bozen vom dortigen Bischof Ivo Muser und dessen Generalvikar Eugen Runggaldier empfangen. Geplant sei ein intensiver Austausch zu Aufarbeitung und Prävention, hieß es. Bei einem ersten Treffen von Initiatoren und Interessierten soll die Radpilgerreise am 2. Februar in München inhaltlich weiter ausgestaltet werden.

Die zehn Fahrradetappen sind jeweils zwischen 60 und 100 Kilometer lang. An einem Ruhetag steigt die Gruppe in Verona in den Zug und fährt bis nach Pesaro. Der Umstieg in ein Begleitfahrzeug oder in die Bahn ist auch unterwegs möglich. Mieträder und E-Bikes werden angeboten.

Für von der Erzdiözese anerkannte Betroffene fällt laut Mitteilung kein Reisepreis an. Das Angebot richtet sich aber auch an Angehörige und alle, die ihre Solidarität mit Betroffenen zeigen wollen. Für diese Teilnehmer kostet die Fahrt 995 Euro. Darin enthalten sind alle Übernachtungen, Frühstück und Abendessen sowie der Rücktransport von Rädern und Gepäck. Die späteste Einstiegsmöglichkeit zu einem reduzierten Preis besteht am 14. Mai in Assisi. Die Rückreise wird individuell organisiert. (KNA)