Nacht-Talker Jürgen Domian in seinem Studio.
Anfangs hatte die katholische Kirche Jürgen Domians Talk-Sendung heftig kritisiert

Domian fühlt sich mit der Kirche versöhnt

Medien - Trotz unterschiedlicher Ansichten in Sachen Sexualmoral hat Jürgen Domian ein respektvolles Verhältnis zur katholischen Kirche. Grund dafür sei ein Gespräch mit Reinhard Marx vor über 15 Jahren gewesen, bekannte der Nacht-Talker nun in einem Interview.

Köln - 06.10.2015

Marx habe Domian damals gesagt, das sei "eine Form von moderner Seelsorge, was Sie da machen, und da könnte sich manch ein Kollege von uns eine Scheibe abschneiden". Diese Anerkennung habe ihn sehr gefreut, betonte der Nacht-Talker. Denn laut Domian hatte die Kirche die Sendung anfangs heftig kritisiert. "Die Versöhnung mit der katholischen Kirche hat aber bereits Ende der 1990er Jahre stattgefunden", sagte er mit Verweis auf das Gespräch mit dem heutigen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. "Und seitdem herrscht da ein gutes Verhältnis zur Kirche, geprägt von gegenseitigem Respekt."

Der Tod ist Domians Lebensthema

Der Moderator äußerte sich vor der Ausstrahlung des Dokumentarfilms "Domian - Interview mit dem Tod", den das WDR Fernsehen am 2. November sendet. "Der Tod ist mein Lebensthema", so Domian. Schon als Kind habe er sich damit beschäftigt. "Da hatte ich Angst vor." Nachdem er ein strenggläubiger Christ geworden sei, habe der Tod zunächst seinen Schrecken verloren. Als dann aber sein Glaube zusammengebrochen sei, "trat der Tod wieder mit Wucht in mein Leben".

Inzwischen habe er ein neutrales Verhältnis zum Tod. Durch die Beschäftigung mit dem Zenbuddhismus habe er begriffen, dass Tod und Leben zusammengehörten. "Alle großen spirituellen Traditionen der Welt unterstreichen seit Jahrtausenden diesen Gedanken." Sterben wolle er möglichst schnell und ohne Schmerzen: "Zack, Stecker raus". (KNA)