Diözese versteigert Schmuck aus Besitz des Domschatzes
Schmuckstücke stammen aus Nachlässen an das Domkapitel

Diözese versteigert Schmuck aus Besitz des Domschatzes

Das Bistum Erfurt versteigert Schmuckstücke aus Erbschaften vergangener Jahrzehnte: Am vierten Adventssonntag sollen insgesamt 40 Uhren und Schmuckstücke unter den Hammer kommen. Der Erlös der Aktion soll der Renovierung von Kunstwerken dienen.

Bonn - 17.12.2015

Die angebotenen Stücke stammen nach Angaben des Bistums aus Erbschaften, die dem Domkapitel zugedacht wurden. Etliche davon seien den Domherren noch vor dem Niedergang der DDR vermacht worden. Wie die Diözese erklärte, war die Kirche während der Zeit der sozialistischen Diktatur oft auf derartige Spenden angewiesen, da Edelmetalle zur Herstellung sakraler Geräte sonst nur schwer zu beschaffen waren.

Weihbischof Reinhard Hauke, der als Leiter des Erfurter Domschatzes für die Auktion verantwortlich ist, erinnerte sich an mühsame Zeiten: "Für meinen Kelch musste ich nach und nach zwei Kilo Silberlöffel in Antiquitätengeschäften zusammenkaufen." Ein Goldschmied habe daraus das benötigte Feinsilber zur Anfertigung des Messkelches gewonnen. (kim)