Klosteranlage in Bamberg zählt zum Weltkulturerbe

Sanierung des Michaelsklosters beginnt

Aktualisiert am 27.01.2016  –  Lesedauer: 
Erzbistum Bamberg

Bamberg ‐ Die zum Weltkulturerbe zählende Klosteranlage Sankt Michael in Bamberg wird vom Frühjahr an grundlegend instand gesetzt. Die Baumaßnahmen sollen bis Ende 2018 abgeschlossen sein. Die Kosten liegen bei rund 12,5 Millionen Euro.

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Die Instandsetzung des Bamberger Wahrzeichens solle in drei Schritten erfolgen, hieß es. Zunächst werden die Fassaden an der Klosteranlage sowie die frühere Abteikirche saniert. Schließlich sollen einige der Räumlichkeiten zu einem Informationszentrum mit "Stiftsladen" umgestaltet werden. Damit solle dem "regen Interesse" an der Anlage Rechnung getragen werden, so die Stadt. Eigentümerin des früheren Benediktinerklosters ist die örtliche Bürgerspitalstiftung. In den Klostergebäuden befindet sich heute ein Seniorenheim.

Sankt Michael wurde vor 1.000 Jahren gegründet. Die ältesten Bauteile der Kirche reichen bis ins zwölfte Jahrhundert zurück. In dem Gotteshaus müssen die Fassade sowie die komplette Statik mit dem barocken Gewölbe saniert werden, ebenso das berühmte Gemälde "Himmelsgarten" über dem Langhaus. Das von Abt Johann Müller Anfang des 17. Jahrhunderts in Auftrag gegebene Bild beeindruckt durch die detailgenaue Wiedergabe von fast 600 Heil- und Zierpflanzen, darunter so exotische Arten wie Granatapfel und Ananas. (KNA)