Woelki verteidigt Engagement für Flüchtlinge
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Kölner Erzbischof: Mit "Mut und Zivilcourage" gegen Menschenverachtung wenden

Woelki verteidigt Engagement für Flüchtlinge

Flüchtlinge - Kardinal Rainer Maria Woelki hat das Engagement der Kirche für Flüchtlinge verteidigt. Bei einem Gottesdienst mit freiwilligen Helfern rief der Kölner Erzbischof dazu auf, sich mit "Mut und Zivilcourage" gegen Menschenverachtung zu wenden.

Köln - 19.03.2016

Er rief dazu auf, sich mit "Mut und Zivilcourage" gegen Menschenverachtung zu wenden. Dem Rassismus müsse ebenso Widerstand entgegengesetzt werden wie Sexismus und einer Wirtschaftsordnung, die auf dem Rücken anderer Wohlstand für wenige sichere. Der Kardinal wörtlich: "In Gottes Namen und im Namen seines Sohnes, Jesus Christus, gilt es, all denjenigen entgegenzutreten, die das Leben anderer bedrohen."

Laut Woelki wird der Kirche immer wieder vorgeworfen, dass sie zu sehr auf das ungeborene Leben und zu wenig auf Gerechtigkeit achte. "Und dort, wo sie auf Gerechtigkeit pocht, wird ihr oft vorgeworfen, sie sei zu wenig bei ihrer Sache und der Religiosität und verliere sich im Politischen." Die 2014 im Erzbistum begründete "Aktion Neue Nachbarn" für Flüchtlinge wolle Leben auf sehr vielfältige Weise schützen und ermöglichen. (KNA)

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