Caritas-Präsident Neher forderte die höhere Besteuerung

Caritas für höhere Steuern auf Kapitalerträge

Aktualisiert am 17.04.2016  –  Lesedauer: 
Prälat Peter Neher gestikuliert mit seiner Hand.
Bild: © KNA
Hilfsorganisation

Berlin ‐ Es sei "nicht nachvollziehbar, warum Kapitalerträge mit 25 Prozent, Erwerbseinkommen aber mit 42 Prozent besteuert werden", so der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Peter Neher. Das Gleiche gelte für die Erbschaftssteuer.

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Es würden "gigantische Privatvermögen" vererbt, auch bei den Unternehmen müsse man "genau hinsehen, ob eine stärkere Versteuerung wirklich den Untergang einer Firma bedeuten würde".  Allerdings werde man "über Umverteilung allein nicht die Summen hereinbekommen, die es braucht, um die Renten zu sichern", räumte der Caritas-Präsident ein.

Besonders gefährdet sind Frauen und Ostdeutsche

Die Regierenden hätten das Thema Altersarmut zu lange vernachlässigt. Besonders gefährdet seien Frauen im Westen, die wegen Kindererziehung aus ihrem Beruf ausgestiegen seien, sowie Ostdeutsche, die nach der Wiedervereinigung den Job verloren hätten. Von den über 30-jährigen Flüchtlingen brächten es voraussichtlich nur gutqualifizierte im Alter "auf eine Rente, die sie unabhängig von staatlichen Transfers macht". (KNA)