Ausblick auf den Petersplatz von der Kuppel des Petersdomes.
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Ordenskongregation ordnet nach Prüfung von Missbrauchsvorwürfen Reformen an

"Das Werk" muss nach Visitation Statuten ändern

2014 war "das Werk" in den Schlagzeilen: In einem Buch schilderte ein ehemaliges Mitglied sexuelle Übergriffe. Der Vatikan ordnete eine Visitation an – nun liegen die Ergebnisse vor: "Das Werk" muss sich ändern.

Feldkirch/Rom/Bonn - 01.09.2017

Die Gemeinschaft "Das Werk" muss ihre Regeln überarbeiten und ihre Struktur reformieren. Dies hat die vatikanische Ordenskongregation entschieden, wie das Bistum Feldkirch (Österreich) mitteilt. Unter anderem sei ein Generalkapitel einzurichten, um die Leitung des Werkes künftig transparenter zu wählen anstatt durch einen inneren Zirkel auf Lebenszeit zu bestimmen.

Die Entscheidung der Ordenskongregation erfolgt nach einer Visitation des Werks, die nach Missbrauchsvorwürfen angeordnet worden war. 2014 hatte ein ehemaliges Mitglied der Schwesterngemeinschaft des Werks in einem Buch von sexuellen Übergriffen durch einen Priester der Gemeinschaft berichtet, die sich 2008 in Rom ereignet hätten.

Über die Umsetzung der Reformen wacht ein Delegat der Ordenskongregation begleitet, der von zwei Kirchenrechtlern unterstützt wird. In einer Stellungnahme erklärte die Gemeinschaft, mit der Kongregation "konstruktiv zusammen zu arbeiten und die Vorgaben im Geist der Weisungen der Gründerin Mutter Julia Verhaeghe zu erfüllen, um damit der Kirche und den Menschen zu dienen." Die 1938 von der Belgierin Julia Verhaeghe gegründete Gemeinschaft ist in zwölf Ländern tätig und hat ihre Hauptsitze in Rom und Bregenz-Thalheim (Bistum Feldkirch). Seit 2001 ist die Gemeinschaft als "Geistliche Familie päpstlichen Rechts" anerkannt und damit direkt dem Heiligen Stuhl unterstellt. (fxn)