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Wie geht persönliches Wachstum? Glaube. Leben.

Der Mensch ist heute ein anderer als Morgen oder kommenden Monat oder nächstes Jahr. Wir alle entwickeln uns unaufhaltsam weiter. Damit wir nicht zu Sklaven unserer eigenen Frustration werden, ist es wichtig, einen konkreten Vorsatz zu haben. Wie das aussehen kann, erklärt Pfarrer Christian Olding heute.

Video im Wortlaut

Solange ich existiere, entwickle ich mich. Und die einfachste Möglichkeit mein Leben zu ruinieren, ist alles so weiterlaufenzulassen wie bisher und überhaupt nicht planvoll einzugreifen. Der Mensch ist aber auf Wachstum angelegt. Die Frage ist nur "Wohin?" und "Wie?".


Ein Wachstumsprogramm, dass ich höchst beeindruckend finde ist das der anonymen Alkoholiker. Es hat seine Grundlagen in der Bibel und vereint Menschen, die sich entschieden haben, ihrem Leben eine andere Richtung zu geben, weil sie spürten und erkannten, dass sie ansonsten sich selbst und auch ihre Beziehungen zugrunde richten. Und schaut man sich dieses Zwölf-Punkte-Programm an, dann entdeckt man, dass es als Erstes eine starke Vision für das eigene Leben braucht. Denn das Schlimmste was uns passieren kann, ist das wir rein aus Kompensation handeln. Dass das Einzige was uns antreibt Schuld, Angst, Wut und Aggressionen sind. Deswegen hat Jesus versucht das Herz der Menschen zu revolutionieren, durch eine Vision vom Reich Gottes. Ein Leben, das verheißt, dass Lahme wieder gehen, Blinde wieder sehen und Taube wieder hören. Ein Leben das es Wert ist angepackt und gestaltet zu werden.


Das was diese Vision dann allerdings als nächstes braucht, ist ein konkreter Vorsatz. Es braucht meine Entscheidung. Veränderung im Leben passiert niemals durch Zufall. Veränderung ereignet sich nicht einfach. Veränderung will angepackt werden. Es braucht mein "Ja". Und auch da ist die Bibel voll davon: Hätte Maria nicht zum Engel "Ja" gesagt, wäre Jesus nicht auf die Welt gekommen. Hätte Mose nicht konkret "Ja" zu den Plänen Gottes gesagt, dann wäre das Volk Israel niemals aus der ägyptischen Gefangenschaft geführt und befreit worden. Es braucht mein konkretes "Ja" und mein anpacken. Damit dann eben dann das Dritte passieren kann: Die Mittel. Die konkreten Schritte, die nötig sind, damit meine Entscheidung wirklich Form und Gehalt gewinnt.


Wenn ich mir also wirklich vornehme, dass meine Beziehung zu Gott intensiviert werden soll, dann muss ich mir Zeit fürs Gebet nehmen. Dann muss ich mir diese Freiräume in meinem Kalender bewusst suchen und schaffen, damit da Platz und Raum für ist. Und am Ende der Woche muss ich auch kontrollieren, wie erfolgreich und treu ich gewesen bin. Und wenn ich mir vornehme, dass ich endlich sportliche und gesünder werden will, dann muss ich mir auch dafür Platz in meinem Kalender schaffen, das ganze kontrollieren und mir den Erfolg oder Misserfolg eingestehen. Und ja, es wird nicht immer gelingen, aber auch das ist kein Problem. Denn dann beginnt das ganze wieder von vorne. Ich lasse mich entzünden von einer großen Vision, entscheide mich dafür und treffe wieder neu die konkreten Schritte, die nötig sind, damit das Ganze wieder seinen Weg findet. Damit ein Leben möglich wird, das es wert ist und das gut ist und das am Ende auch erfüllt sein kann.

Im Video-Format "Glaube.Leben." beantwortet Christian Olding Fragen, die sich jeder irgendwann mal stellt. Die katholisch.de-Serie will Orientierung für das eigene Leben mit dem Glauben geben. Aus seiner persönlichen und beruflichen Erfahrung heraus, nimmt Christian Olding den Zuschauer an die Hand. Dabei bedient er sich in gewohnter Manier klarer Worte und Bilder. Jeden zweiten Dienstag erscheint eine neue Folge auf katholisch.de und in unserem Youtube-Kanal.