Panoramaaufnahme des Kölner Doms mit Blick zum Vierungsaltar aus der Froschperspektive.
Bandansagen auch auf Kölsch

Ab sofort "spricht" der Kölner Dom zu seinen Besuchern

"Herzlich willkommen im Kölner Dom – dem Wallfahrtsort zu den Heiligen Drei Königen": Deutschlands bekannteste Kirche kann jetzt sprechen. Auch wer kurz vor der Schließung noch nicht mit seinem Gebet fertig ist, bekommt etwas zu hören.

Köln - 08.04.2019

Mehrsprachige Bandansagen im Kölner Dom sollen die Besucher ab sofort begrüßen und verabschieden. Die letzte Ansage des Tages zur Schließung des Doms in wenigen Minuten erklingt dabei in "kölscher Sproch", wie das Kölner Domkapitel am Montag mitteilte. Da heißt es dann: "In e paar Minute weed d'r Dom avjeschlosse. Sit esu jot un joht jetz nohm Usjang. Schön, dat ehr do wort - und kutt baal widder."

Ansagen wird es laut Domkapitel auch auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch, Arabisch und Chinesisch geben. Sie seien montags bis samstags vor dem Mittagsgebet, vor den Liturgien am Vierungsaltar sowie zur Schließung der Kathedrale geplant. "Herzlich willkommen im Kölner Dom - dem Wallfahrtsort zu den Heiligen Drei Königen", heißt es da unter anderem.

"Auch dem Dom tut das gut"

Erste Testläufe hätten gezeigt, dass Besucher sich freuten, in ihrer Sprache angesprochen zu werden, sagte Domdechant Robert Kleine. "Auch dem Dom tut das gut: Wir möchten, dass er als Gotteshaus wahrgenommen wird, das den Menschen zugewandt ist."

Eine Kultur des Willkommens sei dem Domkapitel ein großes Anliegen, ergänzte Dompropst Gerd Bachner. "Unsere Kathedrale und ihre Gottesdienste stehen allen Menschen offen, egal welche Sprache sie sprechen und welcher Religion und Konfession sie angehören."

Der von 1248 bis 1880 erbaute Kölner Dom ist mit sieben bis acht Millionen Besuchern jährlich die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Deutschlands. 1996 wurde das dritthöchste Kirchengebäude der Welt von der UNESCO als eines der europäischen Meisterwerke gotischer Architektur eingestuft und zum Weltkulturerbe erklärt. (tmg/KNA)