Asia Bibi
Vor "radikalislamischen Männerhorden" schützen

CSU fordert rasches Asyl für Christin Asia Bibi in Deutschland

Deutschland müsse Asia Bibi schnell Asyl gewähren, fordert die CSU. Schließlich würde sie "von radikalislamischen Männerhorden aufgrund ihres katholischen Glaubens tyrannisiert und verfolgt".

Berlin - 19.11.2018

Die CSU fordert schnelles Asyl für die von Islamisten bedrohte pakistanische Christin Asia Bibi. "Deutschland muss der Christin, die von radikalislamischen Männerhorden aufgrund ihres katholischen Glaubens tyrannisiert und verfolgt wird, schnell Asyl gewähren", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU im Bundestag, Stefan Müller, der "Bild"-Zeitung (Montag). Die Sicherheit könne für sie und ihre Familie in Pakistan nicht gewährleistet werden.

Laut Müller ist das deutsche Asylsystem für Verfolgte wie Asia Bibi gemacht, die neun Jahre unschuldig von Islamisten weggesperrt war. "Das Martyrium dieser Frau muss ein Ende haben", so Müller.

Bundesregierung grundsätzlich bereit

Bibi saß wegen Gotteslästerung in der Todeszelle. Ende Oktober hob das Oberste Gericht das Urteil auf. Seither entlädt sich der Zorn radikaler Islamisten in Pakistan. Die Bundesregierung ist grundsätzlich zu Bibis Aufnahme bereit. Der Anwalt der Christin, Saif-ul-Malook, wird laut "Bild am Sonntag" in der kommenden Woche nach Deutschland reisen. "Ich will mich dafür einsetzen, dass meine Mandantin endlich sicher aus Pakistan ausreisen kann", sagte er. Bibi befinde sich weiterhin an einem geheimen Ort in ihrem Heimatland.

Saif-ul-Malook sagte weiter, deutsche Politiker hätten ihm bereits zugesichert, dass sie seine Mandantin unterstützten wollten. Die pakistanische Regierung will den Berufungsprozess von Asia Bibi laut Zeitung noch einmal auf Verfahrensfehler überprüfen lassen. Dies sei "politisch motiviert", so der Anwalt. (tmg/KNA)