Das Präsidium des ZdK steht hinter dem Logo der Organisation für ein Gruppenbild.
Diese drei Varianten stehen zur Abstimmung

Das ZdK und die Umzugsfrage: Bonn, Berlin – oder beides?

Behält das Zentralkomitee der deutschen Katholiken seinen Sitz in Bonn – oder zieht es doch in die neue, alte Hauptstadt Berlin? Die Entscheidung rückt näher und inzwischen gibt es noch eine dritte Option.

Bonn - 25.03.2019

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) prüft in der Frage eines möglichen Umzugs von Bonn nach Berlin weiterhin alle Optionen. Wie geplant, soll die Vollversammlung im Mai eine endgültige Entscheidung fällen. Das teilte Pressesprecher Theodor Bolzenius auf Anfrage am Montag in Bonn mit. Der Hauptausschuss habe dazu eine Vorlage erarbeitet, die drei Varianten zur Abstimmung vorsieht: einen Verbleib des ZdK in Bonn, die Errichtung eines Verbindungsbüros in Berlin oder einen kompletten Umzug in die Hauptstadt.

Das Präsidium des höchsten Gremiums der katholischen Laien in Deutschland spricht sich dem Vernehmen nach mehrheitlich für einen Umzug nach Berlin aus. ZdK-Präsident Thomas Sternberg hatte dafür zuletzt verstärkt geworben. Auf der jüngsten Vollversammlung im Herbst erhielt er dafür viel Rückhalt im Plenum. Gefordert wurden allerdings auch eine Klärung finanzieller Fragen und ein Konzept für die künftige Arbeit des ZdK.

Betroffen wären rund 30 Mitarbeiter

Seit seiner Neugründung in den 1950er-Jahren ist das ZdK in Bonn ansässig. Betroffen von einem Umzug wären rund 30 Mitarbeiter. Zur Begründung für den Schritt wird eine größere Nähe zu politischen Entscheidungsträgern genannt.

Unklar ist auch noch, wer auf Stefan Vesper (63) als ZdK-Generalsekretär folgt. Vesper, der die Arbeit des Gremiums lange Jahre entscheidend mitprägte, wird Ende des Jahres aus dem Amt scheiden.

Für die katholische Kirche ist die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn der organisatorische Mittelpunkt geblieben. Neben dem ZdK haben auch das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, das Katholische Medienhaus und die Deutsche Ordensobernkonferenz dort ihren Sitz. (tmg/KNA)