kfd-Bundesvorstand: Bundesvorsitzende Mechthild Heil (Mitte) und die stellv. Bundesvorsitzenden Monika von Palubicki (links) und Agnes Wuckelt.
Mechthild Heil löst Maria Theresia Opladen ab

Katholische Frauen wählen neue Bundesvorsitzende

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands hat gewählt: Mechthild Heil übernimmt im größten katholischen Verband den Vorsitz von Maria Theresia Opladen. Mit der hat Heil etwas gemeinsam.

Bonn/Mainz - 16.06.2017

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) hat eine neue Vorsitzende. Mechthild Heil wurde auf der Bundesversammlung des Verbandes in Mainz für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt, wie die kfd mitteilt.

Die 55-jährige Architektin aus Andernach (Bistum Trier) vertritt seit 2009 den Wahlkreis Ahrweiler-Mayen im Deutschen Bundestag und ist Verbraucherschutzbeauftragte ihrer Fraktion. "Unsere Kirche braucht die Stimme von uns Frauen – heute wie eh und je", sagte die neue Bundesvorsitzende nach ihrer Wahl. Heils Vorgängerin Maria Theresia Opladen, die die kfd seit 2008 geführt hatte, war nicht mehr zur Wahl angetreten.

Geschäftsführender Vorstand komplett

Heil bildet mit zwei Stellvertreterinnen den geschäftsführenden Bundesvorstand. Neu als Stellvertreterinnen gewählt wurden die 58-jährige Bildungsreferentin Monika von Palubicki aus Nordstemmen (Bistum Hildesheim) sowie Agnes Wuckelt (68), emeritierte Professorin für praktische Theologie aus Paderborn. Die bisherigen stellvertretenden Bundesvorsitzenden Anna-Maria Mette und Irmentraud Kobusch traten nicht wieder zur Wahl an.

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands ist mit rund 500.000 Mitgliedern in 5.300 pfarrlichen Gruppen der größte Frauenverband und der größte katholische Verband Deutschlands. Sie vertritt die Interessen und Rechte von Frauen in Politik, Kirche, Gesellschaft und Wirtschaft. Die Bundesversammlung des Verbandes tagt noch bis Samstag in Mainz. (fxn)

Linktipp: Nicht nur für Frauen und Mütter

Sie war zeitweise verboten, ihr Name polarisiert und sie erreicht so viele Katholiken, wie kaum eine Publikation: die kfd-Zeitschrift "Frau und Mutter". In diesem Jahr wird sie 100 Jahre alt.