Dom und Marktplatz in Xanten
Acht Kilo stürzen senkrecht in die Tiefe

Minutenzeiger stürzt von Xantener Dom ab

Bereits am Sonntagmittag löste sich der Zeiger aus der Halterung. Obwohl sich zu diesem Zeitpunkt Menschen am St.-Viktor-Dom aufhielten, wurde niemand verletzt. Der Grund für den Absturz ist für Experten noch ein Rätsel.

Xanten - 18.12.2018

Der acht Kilo schwere Minutenzeiger der Turmuhr des Xantener Doms ist aus 40 Metern Höhe herabgefallen und auf dem Pflaster aufgeprallt. Verletzt wurde dabei am Sonntagvormittag niemand, sagte der Chef der Dombauhütte, Johannes Schubert, am Dienstag auf Anfrage. Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich demnach Menschen im St.-Viktor-Dom wie auch außen.

Der große Zeiger sei nahe an der Westfassade entlang senkrecht zu Boden gestürzt und so gelandet, dass ein Fußweg in mehreren Metern Entfernung nicht betroffen war, sagte Schubert. Die "Rheinische Post" hatte über den herabgefallenen Minutenzeiger berichtet.

Warum sich der mit einer Steck-Schraub-Verbindung befestigte Minutenzeiger vom Südturm der Kirche löste, war zunächst nicht bekannt. Am Mittwoch soll die Ursache ermittelt und der etwa zwei Meter lange Zeiger mit Hilfe eines Hubsteigers, einer hochfahrbaren Arbeitsbühne, wieder an der Turmuhr angebracht werden. (dpa)

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Aus dem Mund älterer Niederrheiner klingt es bis heute nach: "Komm, wir fahren nach Santen." Santen? Xanten. So ist im Mittelalter der seltsame Ortsname mit dem X entstanden: "ad sanctos", zu den Heiligen, pilgerte man damals. Ad sanctos - Santen - Xanten. Dort, wo laut Überlieferung der Märtyrer und römische Legionär Viktor begraben liegt, steht eine der zentralen Kirchen des Bistums Münster.