Bischöfe beten für Ende der Gewalt

Priester in Mexiko ermordet

Aktualisiert am 07.07.2017  –  Lesedauer: 
Kriminalität

La Paz ‐ In Mexiko gibt es regelmäßig Fälle von Gewalt gegen die Kirche. Nun wurde wieder ein Pfarrer getötet. Die Bischöfe zeigten sich tief betroffen, denn es war nicht der erste Priestermord in diesem Jahr.

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In Mexiko ist erneut ein Priester ermordet worden. Wie die mexikanische Wochenzeitung "Proceso" meldete, sei Pfarrer Luis López Villa am Mittwochabend (Ortszeit) in seiner Wohnung tot aufgefunden worden. Die Leiche des 71-Jährigen befand sich im Schlafzimmer, war an den Händen gefesselt und der Mund zugeklebt gewesen. Am Hals und in der Brust habe der Körper des Toten Stichwunden gehabt. López war Pfarrer der Kirchengemeinde Hl. Isidro Labrador in La Paz im Bundesstaat Mexico.

Die Mexikanische Bischofskonferenz drückte ihre Bestürzung über den Mord aus. In einem Kondolenzbrief an die Diözese Nezahualcóyotl, zu der López gehörte, schrieben die Bischöfe, sie würden sich "mit der übergroßen Trauer" des Ortsbischofs Hector Luis Morales Sánchez, vereinen. Sie versicherten, für das Ende der Gewalt in ihrem Land zu beten.

Der Mord an López ist in diesem Jahr bereits der dritte an einem Priester in Mexiko. In den vergangenen fünf Jahren wurden insgesamt 18 Geistliche getötet. In bestimmten Regionen Mexikos haben Drogenkartelle großen Einfluss. Die Kirche gilt dort oft als einzige nicht korrumpierte Einrichtung und ist deshalb Gewalt ausgesetzt. (rom)