Franziskus gibt Gläubigen Tipps zum richtigen Beten

Papst: Betet nicht wie Papageien

Aktualisiert am 15.11.2017  –  Lesedauer: 
Vatikan

Vatikanstadt ‐ Lassen wir uns beim Gebet Erstaunen oder sprechen wir mit Gott wie ein Papagei? Papst Franziskus gibt Tipps für den Glaubensalltag. Es ist nicht das erste Mal.

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Papst Franziskus hat Christen Tipps zum Beten gegeben. Es sei wichtig, bescheiden zu sein, Zuversicht und Vertrauen in Gott zu haben und auch das Staunen nicht zu verlernen. "Ich frage: Lassen wir uns beim Gebet erstaunen oder glauben wir, Beten bedeute wie Papageien mit Gott zu sprechen?", fragte er am Mittwoch die Besucher seiner Generalaudienz auf dem Petersplatz. Beten heiße, das Herz für die Überraschungen Gottes zu öffnen. "Die Begegnung mit dem Herrn ist immer innig, nicht wie im Museum. Es ist ein lebhaftes Treffen, wir gehen in die Messe, nicht ins Museum", so der Papst.

Wenn das Gebet ein echter Dialog mit Gott sei, müsse es zudem immer auch Momente des Schweigens geben, "in denen Gottes Wort in unserem Herzen nachhallt". Franziskus mahnte, sich nicht in einer Vielzahl von Aktivitäten und Projekten zu verlieren. "So verlieren wir am Ende das aus den Augen, was grundlegend ist: unser Leben im Herzen, unser spirituelles Leben, unser Leben, das die Begegnung mit Gott im Gebet ist." Gott erwarte keinen perfekten Menschen bei dieser Begegnung, er liebe die Menschen mit all ihren Schwächen.

Der Papst gibt den Gläubigen immer wieder kleine Ratschläge für den Glaubensalltag. So riet er erst zu Beginn der Woche Eltern, ihren Kindern das Kreuzzeichen ordentlich beizubringen. Sein Appell: "Bringen Sie den Kindern bei, sich richtig zu bekreuzigen. So beginnt die Messe, so beginnt das Leben, so beginnt der Tag."

In der Vergangenheit empfahl der Papst die Seligpreisungen der Bergpredigt als "Landkarte für das christliche Leben" und "Zutaten für ein glückliches Leben".  Auch legte er den Katholiken nahe, den Rosenkranz zu beten. Der sei "in vieler Hinsicht die Zusammenfassung der Geschichte der Barmherzigkeit Gottes". Über Glaubenszweifel sagte Franziskus einmal, dass auch er als Papst nicht davon verschont bleibe. Solche Zweifel könnten jedoch positiv genutzt werden, um sich ausführlicher mit dem Glauben zu beschäftigen. "Fragen über den Glauben helfen uns, ihn zu vertiefen", so Franziskus. Glaubenszweifel könnten zudem durch das Hören auf das Wort Gottes und die Katechese überwunden werden. (bod/KNA)