Franziskus gibt Priestern Tipps für ihre Predigt

Papst: Nicht länger als 10 Minuten predigen

Aktualisiert am 07.02.2018  –  Lesedauer: 
Vatikan

Vatikanstadt ‐ Auch den Gläubigen hat der Papst schon häufiger kleine Ratschläge für ihr Glaubensleben gegeben. Nun wendet er sich an die Priester - und erklärt, warum deren Predigten nicht zu lang sein dürfen.

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Papst Franziskus hat Priestern Tipps für eine gute Predigt gegeben. Sich gut vorzubereiten und nicht länger als zehn Minuten zu reden, sei wichtig, sagte er am Mittwoch bei seiner wöchentlichen Generalaudienz im Vatikan. "Wie oft sehen wir, dass einige während der Predigt einnicken, andere quatschen oder gehen raus, um eine Zigarette zu rauchen ... Deshalb, bitte: Haltet die Predigt kurz, aber bereitet sie gut vor", so das Kirchenoberhaupt.

Franziskus setzte damit seine Betrachtungsreihe zum Gottesdienst fort und ging besonders auf das Evangelium und die Predigt ein. In der Liturgie des Wortes kommuniziere Gott durch das Evangelium und die Predigt mit den Menschen, so der Papst. Die Gläubigen forderte er auf, aufmerksam und still zuzuhören. "So werden wir bekehrt und verwandelt und sind in der Lage, uns selbst und die Welt zu verändern." Die frohe Botschaft Gottes müsse durch die Ohren ins Herz und schließlich zu den Händen gelangen, "um Gutes zu tun". Priestern, Diakonen und Bischöfen gab der Papst für die Vorbereitung der Predigt mit, sie sollten beten, das Wort Gottes studieren und dann eine kurze Synthese machen - "nicht länger als zehn Minuten".

Auch den Gläubigen hat der Papst schon häufiger kleine Ratschläge für den Alltag und ihr Glaubensleben gegeben. So riet er ihnen mit dem Blick auf das Beten, bescheiden zu sein, Zuversicht und Vertrauen in Gott zu haben und auch das Staunen nicht zu verlernen. Beten bedeute demnach nicht "wie Papageien mit Gott zu sprechen". Auch riet er Eltern, ihren Kindern das Kreuzzeichen ordentlich beizubringen und erklärte, warum man den Rosenkranz beten solle. (bod/KNA)