Lisi Maier ist Mitglied im Bundesvorstand des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).
Bild: © BDKJ
Jugendverband wählt Lisi Maier einstimmig zur Bundesvorsitzenden

BDKJ-Bundesvorstand im Amt bestätigt

Verbände - Kontinuität beim Bund der Deutschen Katholischen Jugend: Der Vorstand des Jugendverbands um die Bundesvorsitzende Lisi Maier ist bei der Hauptversammlung am Samstag im Amt bestätigt worden.

Odenthal-Altenberg - 05.05.2018

Der Vorstand des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ist auf der Hauptversammlung mit großer Mehrheit im Amt bestätigt worden. Die Delegierten wählten Lisi Maier (33) am Samstag erneut einstimmig zur Bundesvorsitzenden. Auch Pfarrer Dirk Bingener als BDKJ-Bundespräses und Katharina Norpoth als ehrenamtliche Bundesvorsitzende erhielten erneut das Vertrauen der Delegierten. Zusammen mit dem Bundesvorsitzenden Thomas Andonie bilden sie den BDKJ-Bundesvorstand.

Anti-Rassismus-Arbeit als Schwerpunkt

Lisi Maier, die seit 2012 Bundesvorsitzende ist, will einen Schwerpunkt ihrer dritten Amtszeit in der Anti-Rassismus-Arbeit setzen. "Rechtspopulisten und Nationalisten gelangen hierzulande und weltweit zu neuer Stärke. Sie stellen die Gleichberechtigung von Frauen in Frage, schüren Hass und Rassismus. Das widerspricht unserem christlichen Weltbild", erklärte sie. "Als katholische Jugendverbände wollen wir eine Gesellschaft aufbauen, die auf Versöhnung und Nächstenliebe basiert. Aus unserem Glauben heraus setzen wir uns deshalb für eine vielfältige, tolerante, demokratische Gesellschaft ein." Wichtig ist der 33-Jährigen, gute Akzente für Mädchen und Frauen in Gesellschaft und Kirche zu setzen.

Maier ist derzeit auch Vorsitzende des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR) und stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Frauenrats (DF). Nach einer Ausbildung zur Hauswirtschafterin hat die BDKJ-Vorsitzende Politikwissenschaften, Soziologie, Wirtschaftswissenschaften und katholische Theologie studiert und ihr Referendariat an den Realschulen in Krumbach und Kaufbeuren abgeschlossen. Die Oberbayerin ist seit dem elften Lebensjahr in der Kolpingjugend aktiv.

Für vielfältige Wege in der Jugendpastoral einsetzen

Dirk Bingener (45) will sich in seiner zweiten Amtszeit als Bundespräses für vielfältige Wege in der Jugendpastoral einsetzen. "Junge Menschen sind und leben heute vielfältig. Deswegen brauchen wir diese Vielfalt auch in der Jugendpastoral", so Bingener. Es sei enorm wichtig, dass mit der für Oktober geplanten Jugendsynode im Vatikan der Blick der Kirche in den nächsten zwei Jahren auf der Jugend liege. Bingener hat in Bonn und München Theologie studiert und wurde 2000 zum Priester geweiht.

Katharina Norpoth (27) will in den nächsten Jahren nach eigenen Angaben vor allem die Themen Digitalisierung und europäische Jugendpolitik voranbringen. "Wie können wir junge Menschen für Europa begeistern? Wie soll unser Europa aussehen? Das sind zentrale Fragen, auf die wir auch als BDKJ Antworten finden müssen", sagte Norpoth, die sich im Europäischen Parlament in Brüssel noch stärker vernetzen will. Die 27-Jährige ist in Essen aufgewachsen und studiert seit 2011 an der Ruhr-Universität in Bochum Sozialwissenschaft. Ihre verbandliche Heimat ist die Kolpingjugend, in der sie sich seit vielen Jahren engagiert und dort in den Leitungsgremien des Jugendverbands auf Bundesebene tätig ist. (stz/KNA)