Bischof Wolfgang Ipolt
Oberhirte gratuliert Mitarbeitern zum Erhalt des Standorts

Freude bei Bischof Ipolt: Görlitzer Siemens-Werk bleibt

Wirtschaft - Im November hatte Siemens angekündigt, sein Werk in Görlitz zu schließen. Für die Region wäre das eine Katastrophe gewesen. Wäre – denn die Pläne sind vom Tisch. Das freut auch Bischof Wolfgang Ipolt.

Görlitz - 08.05.2018

Der Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt hat sich erfreut darüber gezeigt, dass der Siemens-Standort in der sächsischen Stadt erhalten bleibt. "Da kann man sich nur drüber freuen, wenn das tatsächlich gelungen sein soll, dass dieses wichtige und große Werk hier in der Stadt und in unserer Region bleibt", sagte Ipolt am Dienstag auf Anfrage von katholisch.de. Er sei sehr dankbar für die Entscheidung und freue sich, dass "wir als Kirche dabei mithelfen konnten".

Siemens hatte am Dienstag überraschend bekannt gegeben, auf die geplante Schließung des Görlitzer Werks zu verzichten. Unternehmensführung, Gesamtbetriebsrat und IG Metall hätten sich in der Nacht auf einen "Zukunftspakt" für die Kraftwerks- und die Antriebssparte geeinigt. Die Übereinkunft bilde die Grundlage für Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan. Wie der Konzern weiter mitteilte, soll das Werk in Görlitz zur weltweiten Zentrale für das Industriedampfturbinengeschäft entwickelt werden. Wie viele der derzeit rund 950 Arbeitsplätze in der Stadt nach dieser Entscheidung erhalten bleiben, ist noch offen.

Die Ankündigung von Siemens, das Turbinenwerk in Görlitz trotz Milliardengewinnen zu schließen, hatte im November vergangenen Jahres breite Proteste ausgelöst. Auch Ipolt hatte sich dem Protest angeschlossen und unter anderem in einem Offenen Brief an die Konzernleitung appelliert, nach anderen Lösungen zu suchen. (mkr/stz)

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