Die Madonnenfigur in der Lourdesgrotte.
Grotte nicht zugänglich - Basilika weiter geöffnet

Wallfahrtsort Lourdes steht unter Wasser

Frankreich - Nach 2012 und 2013 ist der südfranzösische Wallfahrtsort Lourdes erneut überschwemmt. Die berühmte Grotte ist deshalb aktuell nicht zugänglich. Doch es gibt auch gute Nachrichten für die Pilger.

Lourdes - 14.06.2018

Der südfranzösische Marienwallfahrtsort Lourdes ist ein weiteres Mal von Hochwasser überschwemmt. Bereits in der Nacht zum Mittwoch trat der Fluss Gave de Pau nach starken Regenfällen über die Ufer. Französischen Medienberichten zufolge stehen die Mariengrotte und die Pilgerbassins unter Wasser. Die berühmte Grotte, die Bäderbecken sowie die "Kapellen des Lichts" seien daher nicht zugänglich, teilte die Wallfahrtsstätte selbst am Mittwoch mit.

Der Pegelstand des nahe gelegenen Flusses betrage inzwischen 2,50 Meter. Es werden demnach Maßnahmen getroffen, um die Grotte und die dort sprudelnde Quelle zu schützen, heißt es weiter. Die höher gelegene Wallfahrtsbasilika sei dagegen bisher verschont geblieben und daher weiter geöffnet. Laut Mitteilung wurde auch noch keine Pilgerreise abgesagt.

Bereits 2012 und 2013 hatten schwere Überschwemmungen in dem Pyrenäen-Ort jeweils Millionenschäden verursacht. Nach diesen Erfahrungen waren neue Barrieresysteme entwickelt worden, die nun an der Grotte zum Einsatz kommen, wie auf Videobildern zu sehen ist. Für den Moment sei die Situation stabil, hieß es.

Mit sechs Millionen Besuchern jährlich ist Lourdes das größte Wallfahrtsziel Frankreichs. Der Fluss Gave de Pau passiert in dem Ort eine Engstelle. Außer 2012 und 2013 hatte es dort bereits 1937, 1979 und 1982 starke Überschwemmungen gegeben. 2013 kamen in der Region drei Menschen durch die Wassermassen ums Leben; rund 5.000 Personen mussten in Sicherheit gebracht werden. (bod/KNA/dpa)

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