Neue Purpurträger besuchen den emeritierten Papst

Kardinäle bei Benedikt: Sondereinsatz für Gänswein

Aktualisiert am 29.06.2018  –  Lesedauer: 
Buntes

Vatikanstadt ‐ Papst Franziskus hat es zur Tradition gemacht: Wenn neue Kardinäle kreiert werden, besuchen sie Benedikt XVI. Doch dieses Mal hatte dessen Privatsekretär Georg Gänswein eine besondere Aufgabe.

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Es war ein ungewöhnlicher Einsatz für Erzbischof Georg Gänswein: Beim Besuch der 14 neuen Kardinäle am Donnerstag beim emeritierten Papst Benedikt XVI. musste er sich mit umherschwirrenden Fliegen herumschlagen. Während die kurz zuvor kreierten Purpurträger einige Worte mit Franziskus' Vorgänger wechselten, begab sich Gänswein auf Fliegenjagd, wie ein Video des Treffens auf der Nachrichtenseite "Rome Reports" dokumentiert (ab Minute 0:24). Benedikts Privatsekretär zerquetschte ein fliegendes Insekt über dem Kopf des Ex-Papstes, als sich dieser mit Kardinal Angelo Becciu über dessen neue Aufgaben in der Kongregation für die Heiligsprechungen unterhielt.

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Der Besuch der neuen Kardinäle gemeinsam mit Papst Franziskus beim Ratzinger-Papst ist inzwischen eine Tradition nach Kardinalserhebungen. Direkt im Anschluss an den Gottesdienst fuhren sie gestern in zwei kleinen Bussen zum Alterssitz Benedikts ins Kloster "Mater Ecclesiae" in den Vatikanischen Gärten. Das Treffen fand in der Kapelle des Klosters statt. Nacheinander knieten die meisten Neu-Kardinäle als Zeichen der Ehrerbietung vor Benedikt nieder und hielten seine Hand. Viele wechselten einige Worte mit ihm. So hatte Kardinal Joseph Coutts, der Erzbischof von Karachi in Pakistan, ein besonderes Anliegen an den zurückgetretenen Papst: "Wir brauchen Ihr Gebet. Denken Sie an uns."

Nach den Treffen sangen die neuen Kardinäle mit Franziskus das Salve Regina und fuhren zusammen zurück in die Synodenaula und den Apostolischen Palast. Benedikt winkte ihnen zum Abschied leicht mit seiner Hand zu. Sein Privatsekretär Gänswein geleitete die Gäste sicher wieder hinaus. (rom)