Erzbischof Hans-Josef Becker feierte das Pontifikalamt am Libori-Sonntag in Konzelebaration mit zahlreichen Bischöfen aus der Weltkirche.
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Die größten Feste und Wallfahrten der deutschen Bistümer

Libori und mehr

Die sprichwörtliche "Fünfte Jahreszeit" beginnt in Paderborn nicht wie andernorts im Februar, sondern mitten im Sommer. Am Samstag nach dem 23. Juli startet Libori, das bedeutendste und traditionsreichste Fest der Region. Es geht auf das Jahr 836 zurück, als die Reliquien des heiligen Liborius von Le Mans in die Stadt gebracht wurden, die schon zu dieser Zeit Bischofssitz war. Auch damals nahm das Volk regen Anteil an der Überführung.

Paderborn/Bonn - 07.01.2015

Heute versetzt das neuntägige Liborifest als gelungene Mischung aus kirchlichen und weltlichen Feiern die Stadt in einen wahren Ausnahmezustand. Jahr für Jahr kommen weit über eine Million Menschen nach Paderborn, um die Erhebung des Schreins, die Prozession durch die Stadt und die Beisetzung mitzuerleben.

Zudem lockt die lange Kirmesmeile auf dem Liboriberg und der Pottmarkt mit kunterbuntem Angebot. Die Straßen sind bevölkert von Kleinkünstlern und Musikern, kulinarische Spezialitäten füllen leere Pilgermägen oder sorgen für Abkühlung – am Bierbrunnen. Die Festtage enden mit einem großen Feuerwerk über dem Gebiet der Pader-Quelle.

Kiliani, Ulrich und viele mehr

Libori ist sicherlich eines der bekanntesten Bistumsfeste in Deutschland. Aber auch andere Diözesen haben eine Menge zu bieten, wenn es um große Wallfahrten oder Bistumsfeiern geht. So lockte in diesem Jahr die Aachener Heiligtumsfahrt etwa 120.000 Pilger in die Stadt Karls des Großen. Würzburg feiert seinen Bistumspatron Kilian, Augsburg den heiligen Ulrich und Bamberg gedenkt dem heiligen Gründer der Erzdiözese, Kaiser Heinrich II.

Von Janina Mogendorf

In ganz Deutschland gibt es unzählige Wallfahrtskirchen und -kapellen, die das ganze Jahr über besucht werden - nicht nur an Bistumsfesten. Katholisch.de stellt einige von ihnen in der Bildergalerie vor: