Neuer zweiter Mann im Vatikanischen Staatssekretariat

Papst Franziskus besetzt wichtiges Amt in Kurie neu

Aktualisiert am 15.08.2018  –  Lesedauer: 
Vatikan

Vatikanstadt ‐ Nach der Ernennung Kardinal Giovanni Beccius zum Leiter der Heiligsprechungskongregation war eine Schlüsselposition an der Kurie unbesetzt. Jetzt hat der Vatikan einen neuen "Innenminister".

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Papst Franziskus hat einen wichtigen Posten im Vatikanischen Staatssekretariat neu besetzt. Er ernannte den venezolanischen Erzbischof Edgar Pena Parra (58) zum neuen Substituten für Allgemeine Angelegenheiten Pena, bisher Nuntius in Mosambik, wird damit Nachfolger von Kardinal Giovanni Angelo Becciu (70) und neuer zweiter Mann nach Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin (63). Ende Mai hatte Franziskus Becciu zum Leiter der Heiligsprechungskongregation sowie zum Kardinal ernannt. Das Amt des Substituten ist traditionell eine Domäne der Italiener. Pena ist erst der vierte Nichtitaliener, der diesen Posten in mehr als 150 Jahren bekleidet.

Bild: ©picture alliance/Stefano Spaziani

Erzbischof Edgar Pena Parra.

Die Nachfolge Beccius war seit einiger Zeit mit Spannung erwartet worden. So fungiert der Substitut als Verbindungsmann zwischen dem Papst und allen, die sich an ihn wenden müssen. Er trifft mehrfach in der Woche mit dem Papst zu Gesprächen zusammen. Auch ist er wesentlich für die Ausführung päpstlicher Entscheidungen zuständig. Obschon der Substitut oft als vatikanischer "Innenminister" bezeichnet wird, fallen in seinen Aufgabenbereich auch die Kontakte zu den päpstlichen Nuntiaturen in aller Welt.

Edgar Pena stammt aus der venezolanischen Hafenstadt Maracaibo und wurde 1985 zum Priester geweiht. Seit seinem Einstieg in den Diplomatischen Dienst des Vatikan war er in Kenia, dem früheren Jugoslawien, in Genf, Südafrika, Honduras und Mexiko tätig. Nach der Ernennung zum Erzbischof war Pena von 2011 bis 2014 päpstlicher Botschafter in Pakistan, seit 2015 in Mosambik. (kim/KNA)