Deutscher Kardinal sieht "gemeinsame Linie"

Kasper: Kein Gegensatz zwischen Franziskus und Benedikt

Aktualisiert am 19.10.2018  –  Lesedauer: 
Papst Franziskus und der emeritierte Papst Benedikt XVI. schütteln sich die Hände
Bild: © KNA

Rom ‐ Franziskus ein den Menschen zugewandter Reform-Papst, sein Vorgänger Benedikt XVI. eher ein verkopfter Konservativer? Kardinal Walter Kasper hält diesen Gegensatz für Unsinn. Bei beiden könne man eine gemeinsame Linie ausmachen.

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Der deutsche Kardinal Walter Kasper sieht keine Gegensätze zwischen Papst Franziskus und seinem Vorgänger Benedikt XVI. Es gebe keinen "wirklichen substantiellen Unterschied" zwischen dem aktuellen und dem emeritierten Pontifex, sagte Kasper dem Nachrichtenportal "Crux" am Donnerstag. "Sie sind natürlich unterschiedliche Persönlichkeiten, haben unterschiedliche Hintergründe", gab der 85-Jährige zu. "Einer kommt aus Europa, der andere aus Lateinamerika." Doch würde man "genau lesen, was sie schreiben", könne man eine "gemeinsame Linie und Substanz" ausmachen.

Der ehemalige Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen (2001-2010) empfing am Donnerstag in Rom die "Civitas Dei"-Medaille der US-amerikanischen Villanova-Universität. Mit der Auszeichnung ehrt die Hochschule "Katholiken, die durch ihre Arbeit einen außergewöhnlichen Beitrag zur katholischen intellektuellen Tradition geleistet haben". In ihrer Laudatio nannten Mitarbeiter der Universität den deutschen Kardinal ein "herausragendes Beispiel für das Ethos eines katholisches Theologen, als Akademiker und Mann der Kirche". Bevor Kasper zum Bischof von Rottenburg-Stuttgart (1989-1999) gewählt wurde, lehrte er mehrere Jahrzehnte lang Dogmatik in Münster und Tübingen. (rom)

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