Der Markusdom in Venedig
Gravierende Schäden erwartet

Markusdom in Venedig steht unter Wasser

Die Lagunenstadt Venedig ist Hochwasser gewohnt. Im Moment ist der Wasserstand jedoch so weit oben, dass der weltberühmte Markusdom überschwemmt ist – mit gravierenden Folgen für das Gotteshaus.

Venedig - 31.10.2018

Der komplette Fußboden des Markusdoms in Venedig ist von Hochwasser überflutet. Medienberichten zufolge stehen sämtliche Mosaike im Boden der berühmten Kirche unter Wasser; auch die Bronzetore der Kathedrale und die Sockel der Marmorsäulen. Nach den Unwettern der vergangenen Tage hat das Hochwasser in der Lagunenstadt mit 1,56 Meter über dem normalen Wasserniveau einen der bisher höchsten Pegelstände erreicht.

Die Schäden durch das Salzwasser könnten beträchtlich sein, zitieren Medien den Prokurator des Markusdoms, Carlo Alberto Tesserin, der für den baulichen Erhalt der Kirche verantwortlich ist. Die erwarteten Schäden könnten sich auch noch mehrere Meter über dem jetzigen Wasserstand zeigen, so Tesserin. Bis zum Pegelstand von 1,10 Meter habe die Verwaltung des Markusdoms das Gebäude schützen können. Die Reparatur werde nun sehr aufwendig und teuer.

Der Markusdom gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Venedigs. Eine Besonderheit ist die Vielzahl von Mosaikzyklen im Boden und an den Wänden. Die dem Evangelisten Markus gewidmete Kirche wurde 828 gestiftet, ihre heutige Architektur stammt jedoch aus dem 11. Jahrhundert. Seit 1807 ist der Markusdom die Kathedrale des Patriarchen von Venedig. (rom/KNA)