Drucklettern eines "Times"-Schriftschnittes liegen in einem Setzkasten.
100-seitiges Schreiben der Internationalen Theologischen Kommission

Vatikan-Schreiben zu Synodalität liegt auf Deutsch vor

Papst Franziskus wünscht sich mehr Synodalität in der Kirche. Das Dokument, das die Internationale Theologische Kommission zu dem Thema verfasste, kann nun auch auf Deutsch heruntergeladen werden.

Bonn - 28.11.2018

Das Vatikan-Dokument "Die Synodalität in Leben und Sendung der Kirche" liegt nun auch in deutscher Übersetzung vor. Das von der Internationalen Theologischen Kommission herausgegebene Werk kann bei der Deutschen Bischofskonferenz bestellt oder heruntergeladen (PDF-Download) werden, wie die Bischofskonferenz am Mittwoch in Bonn mitteilte. Es trägt den Titel "Verlautbarung des Apostolischen Stuhls Nr. 215" und ist 100 Seiten lang. Immer wieder betont der Papst, dass er ein gemeinschaftliches Leitungsmodell für die Kirche anstrebt.

Das Schreiben spricht von Synodalität als Weg der "konstituierenden Dimension der Kirche". Dieser müsse "ständig erneuert und belebt" werden, um einen "neuen missionarischen Schwung" zu fördern, der "das gesamte Gottesvolk" einbeziehe. Zudem analysiert das Dokument die theologische Bedeutung des Begriffs "Synodalität" vor dem Hintergrund des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965). Die synodale Kirche sei das Gottesvolk, "das seine Existenz als Gemeinschaft und Weggemeinschaft manifestiert und konkretisiert, indem es in der Versammlung zusammenkommt und indem alle seine Mitglieder aktiv an seinem Auftrag der Evangelisierung teilnehmen". Das Dokument soll auch Handlungsimpulse geben.

Die Internationale Theologische Kommission ist ein von Papst Paul VI. eingerichtetes Beratungsgremium. Ihre Aufgabe ist es, den Heiligen Stuhl – insbesondere die Kongregation für die Glaubenslehre – bei der Untersuchung von Lehrfragen, die von größerem Gewicht sind, zu unterstützen. Zuletzt erschienen von ihr im Jahr 2014 zwei Dokumente: "Sensus fidei im Leben der Kirche" und "Der Dreifaltige Gott, Einheit der Menschen. Der christliche Monotheismus gegen die Gewalt". (luk/KNA)