Papst-Graffito "Stop Abuse"
Künstler: Franziskus habe begonnen, das Problem anzugehen

Neues Papst-Graffito greift Missbrauchsskandal auf

In Rom gibt es bereits mehrere Hauswände, die mit einem Papst-Graffito verziert sind. Nun ist ein neues hinzugekommen: Es thematisiert den Missbrauchsskandal in der Kirche. Der Künstler verbindet damit einen ganz bestimmten Wunsch.

Rom - 24.03.2019

Ein neues Werk des italienischen Streetart-Künstlers Tvboy greift den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche auf. Das Bild in der Gasse Vicolo degli Osti nahe der Piazza Navona in Rom zeigt Papst Franziskus mit einem Kind auf den Schultern, das die Worte "Stop abuse" ("Stoppt Missbrauch") auf eine Wand sprüht.

Der aus Sizilien stammende Künstler mit bürgerlichem Namen Salvatore Benintende schrieb dazu am Sonntag auf Facebook, er verbinde damit den Wunsch nach einer Lösung dieser "delikaten und schmerzlichen" Frage. Sexueller Missbrauch durch Männer der Kirche sei zu lange ein Tabu gewesen. Papst Franziskus habe "begonnen, dieses Problem innerhalb und außerhalb des Vatikan offen anzugehen".

In der Vergangenheit waren in Rom bereits mehrere Papst-Graffitis aufgetaucht. Das bekannteste ist die "Superpope"-Darstellung des römischen Künstlers Mauro Pallotta aus dem Jahr 2014. Das Bild an einer Hauswand im Viertel Borgo Pio zeigt Franziskus als eine Art "Superman", der mit einem Koffer voller Werte abhebt. (mal/KNA)