Ein Bischof hält die Hostie während der Wandlung zur Elevation empor.
Vor allem junger Generation fehlt Glaube an Realpräsenz

Umfrage: Mehrheit der US-Katholiken glaubt nicht an Eucharistie-Lehre

Der Glaube an die wirkliche Gegenwart Jesu Christi in der Eucharistie ist ein zentraler Bestandteil des katholischen Glaubens. Eine aktuelle Umfrage zeigt jedoch, dass die meisten Katholiken in den USA diesen nicht teilen.

Washington - 06.08.2019

Fast sieben von zehn praktizierenden US-Katholiken glauben nicht daran, dass bei der heiligen Kommunion Brot und Wein in Leib und Blut Jesu Christi gewandelt werden. Eine aktuelle Umfrage des Pew Research Center ergab, dass die meisten Katholiken diese zentrale Lehre der römisch-katholischen Kirche nicht teilen.

Stattdessen gaben die Befragten überwiegend an, dass Brot und Wein nur "Symbole des Leibes und des Blutes Jesu Christi sind". Nur ein Drittel aller US-Katholiken sieht darin tatsächlich den Körper und das Blut Jesu. Unter den regelmäßigen Kirchgängern akzeptieren hingegen mehr als 60 Prozent die sogenannte Transsubstantiations-Lehre. Die Pew-Umfrage zeigt auch, dass der Glaube an die wirkliche Gegenwart Christi in der Eucharistie bei älteren Katholiken am weitesten verbreitet ist.

Die Transsubstantiation - die Vorstellung, dass das Brot und der Wein, die bei der Kommunion verwendet werden, bei der Wandlung durch den Priester zum Leib und Blut Jesu Christi werden - ist ein zentraler Bestandteil des katholischen Glaubens. Laut dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) ist die Eucharistie "Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens". (KNA)