Kardinal und Konzilsteilnehmer Fernandes de Araujo gestorben
Er gehörte zu den zehn ältesten Kardinälen der Welt

Kardinal und Konzilsteilnehmer Fernandes de Araujo gestorben

Er nahm am Zweiten Vatikanischen Konzil teil und zählte zu den zehn ältesten Kardinälen der Kirche: Jetzt ist der emeritierte brasilianische Erzbischof Serafim Fernandes de Araujo im Alter von 95 Jahren gestorben.

Vatikanstadt - 09.10.2019

Der brasilianische Kardinal Serafim Fernandes de Araujo ist am Dienstag im Alter von 95 Jahren gestorben. Das teilte der Vatikan auf seiner Internetseite "Vatican News" mit. Der frühere Erzbischof von Belo Horizonte nahm am Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) und an den Generalkonferenzen des Lateinamerikanischen Bischofsrates CELAM in Puebla (1979) und Santo Domingo (1992) teil, wo wichtige Leitlinien der katholischen Kirche beschlossen wurden. An der aktuellen Amazonas-Synode im Vatikan nahm Araujo nicht teil.

Noch 224 Mitglieder im Kardinalskollegium

Araujo gehörte zu den zehn ältesten Kardinälen der katholischen Kirche. Mit seinem Tod zählt das Kollegium 224 Kardinäle, von denen derzeit 127 jünger als 80 Jahre sind und somit an einer Papstwahl teilnehmen dürften. Papst Franziskus hatte am Samstag 13 neue Purpurträger in das Kardinalskollegium aufgenommen. In der ersten Oktoberhälfte verlieren durch das Erreichen der Altersgrenze jedoch noch drei Kardinäle ihr Stimmrecht bei einer Papstwahl.

Araujo, am 13. August 1924 in der früheren Goldgräberstadt Minas Novas geboren, wurde nach seinem Studium in Rom 1949 zum Priester und 1959 zum Bischof geweiht. 1982 wurde er zunächst Koadjutor und vier Jahre später Erzbischof von Belo Horizonte. Die Erzdiözese zählt mit rund 3,4 Millionen Katholiken zu den wichtigsten des Landes. Araujo leitete sie bis zu seinem altersbedingten Rücktritt 2004. Papst Johannes Paul II. machte ihn 1998 zum Kardinal.

Nach dem Tod der beiden ältesten Kardinäle Jose de Jesus Pimiento Rodriguez und Roger Etchegaray vor einem Monat sind die nunmehr fünf ältesten Mitglieder des Kardinalskollegiums: Albert Vanhoye (96), französischer Theologe und Jesuit; Henryk Roman Gulbinowicz (95), emeritierter Erzbischof von Wroclaw (Breslau) in Polen; Jozef Tomko (95), emeritierter slowakischer Kurienkardinal; Alexandre Jose Maria dos Santos (95), emeritierter Erzbischof von Maputo in Mosambik; und Edward Idris Cassidy (95), emeritierter australischer Kurienkardinal. (tmg/KNA)