Friedrich Merz: Christenverfolgung ist Anschlag auf unsere Freiheit
CDU-Politiker sieht neuen "Kulturkampf"

Friedrich Merz: Christenverfolgung ist Anschlag auf unsere Freiheit

2019 dürfte die Christenverfolgung in aller Welt einen neuen Höchststand erreicht haben, so CDU-Politiker Friedrich Merz. Er fordert Konsequenzen – und nennt auch jene Staaten, die sich in Unterdrückung und Gewalt "besonders hervortun".

Berlin - 30.12.2019

CDU-Politiker Friedrich Merz sieht einen neuen "Kulturkampf" um die Zukunft der freiheitlichen liberalen Ordnung. Insbesondere die zunehmende Verfolgung von Christen in aller Welt sei "ein Anschlag auch auf unsere Freiheit", schreibt er in einem Beitrag für die "Welt am Sonntag".

Im zu Ende gehenden Jahr "dürfte die Zahl der Christen, die in zahlreichen Ländern verfolgt und unterdrückt werden, einen neuen Höchststand erreicht haben", so Merz: "Das Thema geht uns alle an. Denn Freiheit gibt es entweder im umfassenden Sinne - oder gar nicht."

Es ließen sich sehr konkret einzelne Staaten nennen

Auch wenn der Begriff "Verfolgung" nur schwer abzugrenzen sei zwischen Diskriminierung im Alltag, Bedrängnis und ernsthafter Gefahr für Leib und Leben, so ließen sich doch sehr konkret einzelne Staaten nennen, "die sich besonders hervortun in geradezu massiver Unterdrückung der Religionsfreiheit vor allem der Christen".

Merz nennt hier unter anderem Indien, wo hinduistische Extremisten ein Klima von Hass und Gewalt geschaffen hätten, das sich vor allem in tätlichen Übergriffen auf christliche und muslimische Minderheiten entlade.

Ganz besonders kritisch für Christen, so der Politiker weiter, sei die Lage "in den Ländern, in denen der politische Islam in Staat und Gesellschaft dominiert". Aber auch das atheistische China bedrohe und drangsaliere Christen wie Muslime gleichermaßen. Dort werde nicht nur die Religionsfreiheit massiv eingeschränkt, sondern auch die Pressefreiheit. Merz schließt mit den Worten: "Wenn uns unsere Freiheit etwas wert ist, dann müssen wir sie verteidigen, ganz gleich wo und wie sie bedroht wird." (KNA)