Deutscher Kurienbischof arbeitet im Vatikan

Tebartz-van Elst zu Gespräch beim Papst

Aktualisiert am 18.01.2020  –  Lesedauer: 
Franz-Peter Tebartz-van Elst
Bild: © KNA

Vatikanstadt ‐ Franziskus empfing Franz-Peter Tebartz-van Elst, der vor sechs Jahren nach einem Finanzskandal als Limburger Bischof zurückgetreten war, am Samstag zu einer Unterredung. Viele Details wurden zu dem Treffen allerdings nicht bekannt.

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Der deutsche Kurienbischof Franz-Peter Tebartz-van Elst (60) ist am Samstag von Papst Franziskus zu einer Unterredung empfangen worden. Das teilte das vatikanische Presseamt ohne Einzelheiten mit. Der frühere Limburger Bischof ist seit Dezember 2014 als Delegat im Päpstlichen Rat für die Neuevangelisierung tätig und dort für konzeptionelle Fragen der Glaubensvermittlung zuständig. Üblicherweise gelten solche Ernennungen für fünf Jahre. Es wird erwartet, dass die Arbeit des Rates im Zuge einer Neuausrichtung der Kurie größeres Gewicht erhält.

Rücktritt als Limburger Bischof

Tebartz-van Elst war vor sechs Jahren als Bischof von Limburg zurückgetreten. Dem vorausgegangen war ein monatelanger Skandal über ausufernde Kosten für das neue Limburger Bischofshaus. Mitarbeiter des Bistums hatten zudem über eine schlechte Arbeitsatmosphäre unter starkem Druck von oben geklagt. Nachfolger von Tebatz-van Elst als Limburger Bischof ist seit 2016 Georg Bätzing, der zuvor Generalvikar im Bistum Trier war. (gho/KNA)