Wechsel findet im September statt

Bistum Würzburg bekommt einen neuen Generalvikar

Aktualisiert am 05.05.2020  –  Lesedauer: 

Würzburg ‐ Personalwechsel in Süddeutschland: Der bisherige Würzburger Generalvikar Thomas Keßler legt sein Amt nieder und nennt dafür persönliche Gründe. Ein Nachfolger ist schon gefunden. Der nimmt seine Arbeit im September auf.

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Der Würzburger Domkapitular Jürgen Vorndran (53) wird neuer Generalvikar im Bistum Würzburg. Er löst den bisherigen Amtsinhaber Thomas Keßler (64) zum 7. September ab, wie die Diözese am Dienstag mitteilte. Vorndran leitet seit 2011 die Pfarreiengemeinschaft Würzburg-Innenstadt.

Keßler hatte mit Bischof Franz Jung schon Ende Januar über seinen Wunsch nach einer Entpflichtung gesprochen, nun teilte er dies auch dem Allgemeinen Geistlichen Rat (AGR) und der Ordinariatskonferenz mit. Er wird Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Sankt Martin Brend im Dekanat Bad Neustadt. Als Grund für den Wechsel nannte Keßler seinen Wunsch, sich wieder mehr der Seelsorge widmen zu wollen. Er hat das Generalvikarsamt seit 2015 inne und wurde noch vom damaligen Bischof Friedhelm Hofmann ernannt, Bischof Jung bestätigte ihn am Tag seines Amtsantritts in seiner Position. Wichtige Projekte Keßlers waren die Reorganisation der Seelsorge im Bistum sowie des Bischöflichen Ordinariats. Bischof Jung dankte Keßler für seinen Dienst.

Nachfolger als Dompfarrer steht noch nicht fest

Sein Nachfolger Jürgen Vorndran ist seit 2008 Dompfarrer in Würzburg. Dort setzte er sich für die Konzeption eines "Urbanen Raums" ein, in dem die Gemeinden der Stadt sowie im Umland miteinander vernetzt werden sollen. Darin sieht Vorndran Chancen für die Pastoral der Zukunft. Seit 2009 ist er Ordinariatsrat und Domkapitular, im Jahr 2010 wurde er zum Dekan gewählt und ernannt. Zudem ist er seit 2011 Pfarrer von Sankt Gertraud und Stift Haug und damit Leiter der Pfarreiengemeinschaft Würzburg-Innenstadt. Wer ihm als Dompfarrer nachfolgt, steht noch nicht fest.

Der Generalvikar ist die rechte Hand und der Stellvertreter eines Diözesanbischofs und unterstützt diesen bei der Leitung des Bistums. Zudem leitet er das Bischöfliche Ordinariat. Das Amt des Generalvikars kann vom Bischof frei besetzt werden und ist an die Amtszeit des Oberhirten gebunden. Wenn dieser Zurücktritt, endet auch die Tätigkeit seines Stellvertreters. (cph)