Erzbischof Georg Gänswein
Benedikt-Sekretär dankt für Gebete

Erzbischof Gänswein wird aus dem Krankenhaus entlassen

Entwarnung zum Gesundheitszustand Erzbischof Georg Gänsweins: Der Privatsekretär Benedikts XVI. wird am Donnerstag die Klinik verlassen. Gerüchte über "schwere Nierenleiden" bestätigten sich nicht. Gänswein bedankt sich für die "Gebetsunterstützung".

Rom - 17.09.2020

Erzbischof Georg Gänswein (64) wird am Donnerstag in Rom aus dem Krankenhaus entlassen. Das bestätigte der Privatsekretär des emeritierten Papstes Benedikt XVI. der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Gänswein hatte sich Anfang vergangener Woche wegen Beschwerden in die Klinik begeben und unterzog sich dort verschiedenen Untersuchungen. Ursprüngliche Meldungen von einem "schweren Nierenleiden" bestätigten sich nicht. Laut Quellen aus dem unmittelbaren Umfeld Gänsweins dankte dieser für die vielen Besserungswünsche und Gebete: "Vergelt's Gott für die Gebetsunterstützung", zitiert ihn die CNA Deutsch (Donnerstag).

Gänswein arbeitet seit 1996 für den damaligen Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, ab 2003 als persönlicher Sekretär, und wurde nach dessen Wahl zum Papst im Jahr 2005 von ihm zum Privatsekretär berufen. 2012 ernannte Benedikt XVI. den aus Riedern am Wald im südlichen Schwarzwald stammenden Freiburger Diözesanpriester zum Titularerzbischof und Präfekten des Päpstlichen Hauses. In dieser Funktion koordinierte er alle nicht-liturgischen Zeremonien des Papstes. Die Bischofsweihe empfing Gänswein 2013 durch den Papst selbst.

Auch nach Benedikts Amtsverzicht blieb Gänswein Präfekt des Päpstlichen Hauses und zugleich Privatsekretär des emeritierten Papstes. Gänswein lebt wie der Emeritus im Kloster Mater Ecclesiae in den Vatikanischen Gärten. Seit Februar 2020 ist Gänswein als Präfekt des Päpstlichen Hauses beurlaubt, dem Vernehmen nach, um Benedikt XVI. mehr Zeit widmen zu können. (tmg/KNA)