Als Könige verkleidete Kinder ziehen bei der Sternsingeraktion von Tür zu Tür.
Sternsingermobil startet Informationstour durch Deutschland

Kinderhilfswerk wirbt um Teilnahme an Sternsingeraktion trotz Corona

Lange war unklar, ob die Sternsingeraktion in Zeiten von Corona überhaupt stattfinden kann. Nun wirbt der Präsident des Hilfswerkes bei Kindern und Jugendlichen um eine rege Teilnahme trotz der Pandemie. Dabei helfen soll das Sternsingermobil.

Aachen - 08.10.2020

Das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" wirbt bei Kindern und Jugendlichen um die Teilnahme an der Aktion Dreikönigssingen auch in Zeiten der Corona-Pandemie. Die Hilfe der Sternsinger sei "in dieser Pandemie nötiger und dringender denn je", sagte Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks, am Donnerstag in Aachen. Deshalb wolle man "die jungen Menschen gerade jetzt in dieser schwierigen Corona-Krise zum Sternsingen motivieren und sagen: Macht mit! Sternsingen ist möglich – aber sicher!" Zu diesem Zweck hat nun das sogenannte "Sternsingermobil" des Hilfswerks seine Arbeit aufgenommen.

Von Oktober bis Januar fährt der aufklappbare Transporter bereits im dritten Jahr durch Deutschland, um Kinder und Jugendliche über die Arbeit der Sternsinger und die kommende Hilfsaktion zugunsten von benachteiligten Kindern weltweit zu informieren. Das Beispielland der anstehenden 63. Sternsingeraktion ist die Ukraine. Zum bestmöglichen Schutz der Besucher und der Begleiter des Sternsingermobils vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus hat das Hilfswerk ein spezielles Hygienekonzept erarbeitet: Statt der sonst üblichen 30 Kinder darf derzeit nur die Hälfte gleichzeitig das Fahrzeug besuchen. Zudem werden die üblichen Kontaktdaten erhoben und die Kinder müssen vor Betreten des Wagens ihre Hände desinfizieren. Die Tour-Begleiter tragen einen Mund-Nasen-Schutz, ebenso werden die Lehrkräfte und Kinder darum gebeten, Mund und Nase zu bedecken.

Hygieneschutzkonzept für Sternsingeraktion erstellt

Auch für die im Januar beginnende Sternsingeraktion gibt es ein Hygienekonzept, um die teilnehmenden Kinder und die Personen in den besuchten Haushalten zu schützen. Grundsätzlich gelte, was auch aus den Regeln der Schulen und Kitas bekannt sei: "Wer Sternsingen geht oder Sternsinger begleitet, darf nicht akut erkrankt sein und darf keine Symptome von Covid-19 aufweisen", heißt es in einem Leitfaden auf der Homepage der Sternsinger. Darin wird ebenso das Tragen einer Alltagsmaske als zusätzliche Maßnahme für alle Beteiligten empfohlen.

Die Sternsingeraktion wurde 1959 erstmals durchgeführt. Inzwischen ist das Dreikönigssingen die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Rund 1,19 Milliarden Euro haben die Sternsinger seit dem Aktionsstart gesammelt, und mehr als 75.600 Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa wurden in dieser Zeit unterstützt. (mfi)