Gebetstag am 26. Dezember

Bischöfe rufen zu Solidarität mit verfolgten Christen auf

Aktualisiert am 23.12.2020  –  Lesedauer: 
Bischöfe rufen zu Solidarität mit verfolgten Christen auf
Bild: © Kirche in Not

Bonn ‐ Am Zweiten Weihnachtstag begehen Katholiken in Deutschland den „Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen“. Die deutschen Bischöfe rufen deshalb zur Solidarität auf – denn weltweit würden Christen diskriminiert, verfolgt und sogar ermordet.

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Die katholischen Bischöfe in Deutschland rufen zur Solidarität mit verfolgten Christen weltweit auf. "In vielen Regionen der Welt können Christen ihren Glauben nicht frei ausüben. Sie werden diskriminiert, bedroht, verfolgt und sogar ermordet", erklärte der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Ludwig Schick, am Mittwoch in Bonn.

Er verwies insbesondere auf die Lage der Christen in Syrien und im Irak. "Auch nach dem militärischen Niedergang des sogenannten Islamischen Staats bleibt ihre Lage besorgniserregend. Das Denken an sie und das Gebet für sie sind Zeichen und Zeugnis, dass wir ihnen nahe sind", betonte der Bamberger Erzbischof.

"Ein Bekenntnis zum Grundrecht der Religionsfreiheit"

Schick äußerte sich anlässlich des "Gebetstags für verfolgte und bedrängte Christen", den die deutschen Katholiken am Zweiten Weihnachtstag begehen. Am 26. Dezember wird in der katholischen Kirche das Fest des heiligen Stephanus, des ersten christlichen Märtyrers, gefeiert. Der "Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen ist immer auch ein Bekenntnis zum Grundrecht der Religionsfreiheit, das die Kirche für alle Menschen einfordert", so der Erzbischof.

Der Gebetstag ist Teil der 2003 gegründeten Initiative "Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen in unserer Zeit", mit der die deutschen Bischöfe in den Kirchengemeinden, aber auch in der Gesellschaft auf die Diskriminierung und Drangsalierung von Christen in vielen Teilen der Welt aufmerksam machen. Die Initiative besteht jeweils aus einer Arbeitshilfe, die eine Schwerpunktregion in den Blick nimmt, Gesprächen mit politisch Verantwortlichen und einem Fürbittformular. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten in diesem Jahr keine Solidaritätsreise und kein Besuch von Bischöfen aus bedrängten Ortskirchen stattfinden. (KNA)