Vertrauter von Armin Laschet spricht über seinen Glauben

NRW-Staatskanzleichef Liminski weist Nähe zum Opus Dei zurück

Aktualisiert am 30.11.2021  –  Lesedauer: 

Köln ‐ Sein im Sommer verstorbener Vater war Mitglied des Opus Dei und trat engagiert für konservative Familienwerte ein: Doch Nathanel Liminski weist nun Behauptungen zurück, auch er stehe der umstrittenen Bewegung nahe.

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Der Chef der NRW-Staatskanzlei, Nathanael Liminski (CDU), hat Behauptungen zurückgewiesen, er stehe in Verbindung mit der konservativen katholischen Organisation Opus Dei. "Ich bin weder Mitglied dieser Gruppierung noch pflege ich irgendeine Nähe", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstag). Sein christlicher Glaube sei "Quelle für meinen ernsthaften Respekt gegenüber anderen Menschen und ihren Meinungen", so der Vertraute des früheren Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU).

Auch erinnere ihn sein Glaube "immer wieder daran, meinen Anteil zu leisten dafür, diese Welt ein kleines Stück besser zu machen. Die Bibel gibt aber keine Anleitung für konkrete politische Entscheidungen", sagte der 36-Jährige.

Vater war Opus-Dei-Mitglied

Sein im Juni gestorbener Vater, der Journalist Jürgen Liminski, war Mitglied des Opus Dei und trat engagiert für konservative Familienwerte ein. Nathanael Liminski gehörte in seinen Zwanzigern der "Generation Benedikt" an, einem Zusammenschluss junger konservativer Katholiken, die die Überzeugungen des damaligen Papstes Benedikt XVI. (2005-2013) publik machen wollten, nicht zuletzt bei Reizthemen wie der kirchlichen Sexualmoral.

Aktuell bewirbt sich Liminski in Lohmar (Rhein-Sieg-Kreis) um ein Landtagsmandat. Am Mittwoch entscheidet dort eine Mitgliederversammlung der CDU darüber, ob er für die Landtagswahl 2022 nominiert wird.

Das Opus Dei ("Werk Gottes") wurde 1928 vom später heiliggesprochenen spanischen Priester Josemaria Escriva de Balaguer (1902-1975) als katholische Laienbewegung gegründet. (KNA)