Thüringische Superintendentin folgt auf Julia Helmke

Kristin Jahn neue Generalsekretärin vom Evangelischen Kirchentag

Aktualisiert am 19.12.2021  –  Lesedauer: 
Bild: © DEKT

Fulda ‐ Der Deutsche Evangelische Kirchentag hat eine neue Generalsekretärin: Die 45-jährige thüringische Superintendentin Kristin Jahn. DEKT-Präsident Thomas de Maizière lobte, sie verstehe es "Herzen aufzuschließen und Veränderungen anzuregen".

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Die thüringische Superintendentin Kristin Jahn (45) wird neue Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages (DEKT). Sie tritt das Amt im Februar an, wie der DEKT am Samstag in Fulda nach einer Sondersitzung des Kirchentagspräsidiums mitteilte. Jahn folgt Julia Helmke nach, die ihre Amtszeit nicht verlängert hatte und zum 1. Oktober in den Dienst der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers zurückgekehrt war.

Die Theologin und promovierte Literaturwissenschaftlerin Jahn predigte bereits 2019 im Abschlussgottesdienst des Dortmunder Kirchentages. In der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) leitet sie seit 2017 als Superintendentin den Kirchenkreis Altenburger Land und begleitet dessen Umstrukturierung "zu einer offenen und chancenorientierten Ehrenamtskirche", hieß es. Zuvor war sie unter anderen in der Stadtkirchengemeinde Wittenberg tätig. Das Mitglied des Radio-Andachtsteams der EKM ist Preisträgerin des ökumenischen Predigtpreises des Verlages der Deutschen Wirtschaft.

Leiterin des Kirchenkreises Altenburger Land

"Kristin Jahn versteht es, mit tiefsinnigen, sprachmächtigen Botschaften Herzen aufzuschließen und Veränderungen anzuregen", erklärte DEKT-Präsident Thomas de Maiziere. "Sie überzeugt durch ihr klares Auftreten und ihr entschiedenes Eintreten für unsere Demokratie. Von ihren Leitungserfahrungen aus einer Region, in der christliche Glaubensüberzeugungen schon länger keine Selbstverständlichkeit mehr darstellen, wird auch der Kirchentag in seinen Zukunftsprozessen sehr profitieren."

Als Generalsekretärin leitet Jahn den sechsköpfigen Vorstand des Kirchentages, das sogenannte Kollegium, und hat Personalverantwortung in den Standorten Fulda und in Nürnberg, der Stadt des Kirchentages 2023. Weiter zählen die strategische Weiterentwicklung und die inhaltliche Ausrichtung des Kirchentages sowie die Begleitung seiner ehrenamtlichen Leitungsgremien zu ihren Aufgaben.

Kirchentag sei für sie "eine andere Form von Kirche abseits ihrer institutionellen Gestalt", so die neue Generalsekretärin. "Es ist der Ort, wo wir Gemeinde auf Zeit feiern und zu brennenden Fragen gemeinsam Antworten suchen. Vom Kirchentag gehen deshalb wichtige Signale für Politik und Gesellschaft aus", sagte Jahn. "Ich freue mich sehr darauf, zusammen mit den vielen Haupt- und Ehrenamtlichen diesen Kirchentag zu gestalten und klare Impulse zu setzen." (KNA)