Kölner Kardinal sollte ursprünglich predigen

Woelki sagt Termin ab: Keine Teilnahme an ökumenischer Andacht

Aktualisiert am 20.02.2022  –  Lesedauer: 
Woelki sagt Termin ab: Keine Teilnahme an ökumenischer Andacht
Bild: © KNA

Köln ‐ Für die Kirchen im Rheinland ist es ein wichtiger Termin: die ökumenische Andacht zu Beginn der Fastenzeit. Zunächst hieß es, Kardinal Rainer Maria Woelki werde dort predigen – kurz nach dem Ende seiner Auszeit. Doch nun sagte er seine Teilnahme ab.

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Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat einen öffentlichen Termin zu Beginn der Fastenzeit abgesagt. Er werde sich bei der traditionellen ökumenischen Andacht in Düsseldorf am 5. März von Weihbischof Rolf Steinhäuser vertreten lassen, teilte die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) am Wochenende mit.

Am Donnerstag war ursprünglich bekanntgegeben worden, dass Woelki an der Andacht in der Düsseldorfer Johanneskirche teilnehmen und predigen werde. Wie die EKiR jetzt mitteilte, habe Woelki Steinhäuser gebeten, zu predigen. Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Thorsten Latzel, leitet die Liturgie des traditionsreichen Gottesdienstes. Seit Jahren laden sich Katholiken und Protestanten im Rheinland wechselseitig zu ökumenischen Gottesdiensten am Anfang der Passionszeit (in Düsseldorf) und des Advents (in Köln) ein. Sie sind bewusste Zeichen der ökumenischen Zusammenarbeit. Auch Vertreter anderer Kirche nehmen daran teil.

Der Kölner Kardinal Woelki soll am 2. März aus einer fünfmonatigen Auszeit zurückkehren und anlässlich des Aschermittwochs seinen ersten öffentlichen Gottesdienst im Kölner Dom feiern. Vor allem die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen hatte in den vergangenen Monaten zu einer Vertrauenskrise geführt. Verschiedene Gremien im Erzbistum Köln hatten sich zuletzt teils skeptisch bis ablehnend zu einer Wiederkehr des Erzbischofs geäußert. (mal/KNA)