Pilger sollen schneller vom römischen Hauptbahnhof zum Petersdom kommen

Nächster Halt Vatikan? Neue Bahnlinie wohl nicht vor Heiligem Jahr

Aktualisiert am 26.03.2022  –  Lesedauer: 

Rom ‐ Eine knappe Stunde Fußweg ist es vom römischen Hauptbahnhof bis zum Vatikan. Um den Pilgern im Heiligen Jahr den Weg zu erleichtern, plant die Stadt eine neue Straßenbahnlinie. Doch Planungsschwierigkeiten drohen den Bau bis 2025 zu gefährden.

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Eine schnelle Straßenbahnverbindung für die Pilger im Heiligen Jahr 2025 in Rom wird es voraussichtlich nicht geben. Wie die italienische Zeitung "Il Messaggero" (Samstag) berichtet, wird die geplante Bahnlinie zum Vatikan wohl erst ein Jahr nach dem Jubiläum fertiggestellt. Gründe seien Verzögerungen bei den Entwürfen der Strecke und eine bislang noch nicht erfolgte Ausschreibung zum Bau der Tramlinie.

Frühestens im März 2023 könnten die Bauarbeiten beginnen, so die Zeitung unter Berufung auf Vertreter von Stadt und Verkehrsbetrieben. Es würden allerdings verschiedene Möglichkeiten geprüft, um das Projekt doch noch zum Jubiläumsjahr abzuschließen.

Bis zu 90.000 Fahrgäste täglich

Die gut acht Kilometer lange Strecke Termini-Vatikan-Aurelio soll die Besucher zum Heiligen Jahr 2025 schnell und einfach vom römischen Hauptbahnhof zum Petersdom bringen. Geplant sind 22 Straßenbahnen, die täglich bis zu 90.000 Fahrgäste befördern sollen. Die Stadt erwartet zu dem Ereignis rund 45 Millionen Besucher.

Das Heilige Jahr 2025 steht unter dem Motto "Pilger der Hoffnung". Zentrale Elemente der Jubiläumsjahre sind eine Rom-Wallfahrt, die Heilige Pforte im Petersdom und ein Ablass. Zum Programm gehört auch der Besuch bestimmter römischer Kirchen.

Heilige Jahre werden in der katholischen Kirche regulär alle 25 Jahre begangen; gelegentlich gibt es außerordentliche Heilige Jahre. Zuletzt hatte Papst Franziskus ein außerordentliches Heiliges Jahr der Barmherzigkeit von Dezember 2015 bis November 2016 ausgerufen. Das Jubiläum 2025 ist wieder ein ordentliches Heiliges Jahr. (KNA)