In Sachsen sind nur drei Prozent der Bevölkerung katholisch

Bischof Timmerevers wirbt bei Familien für Religionsunterricht

Aktualisiert am 28.04.2022  –  Lesedauer: 

Nur etwa drei Prozent der Menschen in Sachsen sind katholisch, auch bundesweit nimmt der Rückhalt der Kirche ab. Wofür da noch Religionsunterricht? Der Dresdner Bischof Heinrich Timmerevers hat in einem Brief die Vorteile des Fachs herausgestellt.

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Dresdens Bischof Heinrich Timmerevers hat in einem Brief an katholische Familien mit schulpflichtigen Kindern für den Religionsunterricht geworben. Dort lernten die Schülerinnen und Schüler "unseren Glauben kennen und verstehen. Gerade in Zeiten, wie wir sie momentan erleben, ist der Religionsunterricht darüber hinaus eine gute Möglichkeit für die Schülerinnen und Schüler, mit ihren Fragen, Sorgen und Nöten nicht allein zu bleiben und vielleicht auch Halt zu finden", erklärte das Oberhaupt des Bistums Dresden-Meißen in dem am Donnerstag veröffentlichten Schreiben.

"Mein Wunsch ist es, dass Ihre Kinder unseren christlichen Glauben als Stärkung und Bereicherung kennen lernen und damit gut für ihren Lebensweg gerüstet sind. Der schulische Religionsunterricht kann dazu einen großen Beitrag leisten", schreibt Timmerevers. Zugleich räumte er ein, dass die Organisation des Religionsunterrichts an den Schulen nicht immer "reibungsfrei" gelingt.

In Sachsen sind nur gut drei Prozent der Bevölkerung Katholiken. Vielerorts im Freistaat wird es immer schwieriger, genügend Schüler einer Konfession zu finden, um in sinnvollen Altersgruppen Religion zu unterrichten. Deshalb erproben die katholische und die evangelische Kirche in Sachsen seit vergangenem Jahr eine engere Zusammenarbeit beim Religionsunterricht. In einem Modellprojekt an einem Gymnasium in Zwickau wird der Unterrichtsstoff von den katholischen und evangelischen Fachlehrern gemeinsam verantwortet und "unter Wahrung der konfessionellen Unterschiede" erteilt. (KNA)