Ökumenisches Projekt sammelt Informationen zur Weite des Christentums

Online-Nachschlagewerk zur Konfessionskunde gestartet

Aktualisiert am 10.06.2022  –  Lesedauer: 

Bensheim/Frankfurt am Main/Paderborn ‐ Warum verbindet das Abendmahl nicht alle Christen? Was ist eigentlich die Malankarisch-Orthodoxe Syrische Kirche? Was bedeutet Maria für Protestanten? Antworten auf diese Fragen sammelt ein neues ökumenisches Online-Nachschlagewerk zur Konfessionskunde.

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Ein neues Online-Nachschlagewerk für Konfessionskunde stellt christliche Konfessionen und zentrale Themen der Ökumene in Überblicksartikeln vor. Das ökumenische Wissensportal konfessionskunde.de ist ab sofort online verfügbar, teilte der Evangelische Bund am Donnerstag mit. Das Projekt zeichne sich durch seine "ökumenische Methodik" aus, bei der die konfessionelle Innen- und Außenperspektive kombiniert werde. Die Artikel zu den einzelnen Kirchen sind jeweils von Autoren einer anderen Konfession verfasst und werden von einem Autor der Konfession redigiert, die im Artikel Thema ist. Für den Artikel zur römisch-katholischen Kirche zeichnet beispielsweise der evangelische Theologe Martin Bräuer verantwortlich.

Derzeit sind knapp 50 Artikel zu Kirchen, Konfessionen und kirchlichen Zusammenschlüssen verfügbar. Daneben stehen Fachartikel zu Begriffen wie Abendmahl/Eucharistie, Kirchenverfassung, Ethik und Maria, die nach Angaben der Initiatoren jeweils einer ökumenischen Revision unterzogen wurden.

"Die nun online abrufbare Konfessionskunde bietet einen fundierten Überblick über die Vielfalt des Christentums sowie die zentralen Anliegen der Ökumene und richtet sich ebenso an Studierende wie Lehrende, konfessionskundlich Interessierte genauso wie Schülerinnen und Schüler", heißt es in der Mitteilung. Das Projekt wird gemeinsam getragen durch die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland, das Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn und dem Konfessionskundlichen Institut des Evangelischen Bundes in Bensheim. (fxn)