Frère Alois: Besuch ist "Zeichen der Hoffnung"

EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen kommt nach Taizé

Aktualisiert am 20.08.2022  –  Lesedauer: 

Taizé ‐ Taizé gilt seit Jahrzehnten als Treffpunkt für Jugendliche aus aller Welt. Nun kommt die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in den französischen Ort, um Brüder und Jugendliche zu treffen und über europäische Themen zu sprechen.

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EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen besucht am 27. August die christliche Gemeinschaft im französischen Taizé. Sie werde die Mitglieder der dortigen Bruderschaft sowie Jugendliche treffen und über aktuelle europäische Themen sprechen, teilte die Gemeinschaft am Freitag mit. Derzeit findet in dem Ort in Südburgund eine Themenwoche für junge Menschen zwischen 18 und 35 statt, bei der es unter anderem um das Thema Artenvielfalt geht.

Frère Alois, der Prior der Bruderschaft von Taizé, sagte laut Mitteilung: "Der Besuch von Ursula von der Leyen ist ein wichtiges Zeichen dafür, dass die Bestrebungen und das Engagement der jungen Generation von den politischen Entscheidungsträgern und Institutionen wahrgenommen und berücksichtigt werden. In diesem Sinn ist dieser Besuch angesichts der schweren Krisen der Gegenwart ein Zeichen der Hoffnung." Die Gemeinschaft von Taizé wolle jungen Menschen das Gespür dafür geben, dass das Vertrauen auf Gott ihnen helfe, "einen Sinn in ihrem Leben zu finden und im Alltag Verantwortung zu übernehmen".

Über 20.000 Jugendliche bei wöchentlichen Treffen

Seit Ostern haben demnach mehr als 20.000 Jugendliche an den wöchentlichen Treffen teilgenommen, die im Wesentlichen aus gemeinsamen Gebeten, Gesprächen in kleinen Gruppen, Thementreffen und praktischer Mitarbeit bestehen. Auch Experten aus Wissenschaft und Politik werden dazu eingeladen.

Das von der Bruderschaft geleitete Zentrum in Taizé ist ein Symbol der ökumenischen Bewegung und wurde zum Treffpunkt für Jugendliche aus aller Welt. Der Bruderschaft gehören rund 100 Männer aus etwa 30 Ländern an, die aus der evangelischen und katholischen Kirche stammen. Davon lebt etwa ein Viertel in kleinen Fraternitäten in Asien, Afrika und Südamerika. Diese Brüder teilen ihr Leben mit Straßenkindern, Gefangenen, Sterbenden und Einsamen.

Seit im August 1974 Zehntausende zu einem "Konzil der Jugend" zusammenkamen, veranstalten die Taizé-Brüder regelmäßig Jugendtreffen in allen Teilen der Welt. Jährlich findet zudem über Silvester in einer europäischen Stadt ein Taizé-Treffen statt, zuletzt in Valencia, Riga, Basel, Wroclaw (Breslau) und Turin. Zum kommenden Jahreswechsel ist es in Rostock geplant. (KNA)