Zu hoher Andrang auf Papst-Segen – Segensbüro drückt auf Bremse
Segen von Papst Leo XIV. sind weiter sehr begehrt: Aktuell können keine Segensurkunden beim Dikasterium für den Dienst der Nächstenliebe angefordert werden, wie das Büro für Segensurkunden auf seiner Webseite am Dienstag mitteilt. "Der Pergamentanforderungsservice ist aufgrund des erreichten Tageslimits ausgesetzt. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten", heißt es in einem auf der Seite eingeblendeten Hinweis.
Das Büro für Segensurkunden ist zuständig für die Ausstellung von Apostolischen Segen, die anlassbezogen online bestellt oder vor Ort in der Vatikanstadt abgeholt werden können. Der päpstliche Segen wird gewährt für Taufe, Erstkommunion, Firmung, Hochzeit, Weihen und die Ordensprofess. Zu runden Jubiläen werden außerdem Segen für Eheleute, Weihe- und Ordensjubiläen sowie für Geburtstage ausgestellt. Für andere Anlässe gibt es über das Segensbüro keine Segensurkunden.
Erlöse kommen wohltätigen Zwecken zugute
Das Segensbüro erhebt keine Kosten für den Segen an sich, verlangt aber für Material und Versand eine Gebühr. Dadurch erwirtschaftete Überschüsse kommen den karitativen Tätigkeiten zugute, die das Dikasterium für die Nächstenliebe im Namen des Papstes zugunsten der Armen ausübt. Von Bestellung bis zur Fertigstellung des Dokuments dauert es in der Regel zwei bis drei Wochen. Die meisten Urkunden werden maschinell erstellt und von einem Team aus elf Kalligraphen verziert.
Schon im Sommer hatte der Päpstliche Almosenmeister, Kardinal Konrad Krajewski, berichtet, dass so viele Anträge auf Segensurkunden eingegangen seien wie nie zuvor: allein im Juni rund 20.000 Anfragen. Normalerweise stellt der Vatikan monatlich 12.000 bis 15.000 dieser Dokumente aus. Schon in der Anfangszeit des Pontifikats musste der Segensversand zeitweise ausgesetzt werden, um dem Andrang Herr zu werden. (fxn)
