Münsters Altbischof Genn bei Papst Leo XIV.
Treffen zweier alter Bekannter: Papst Leo XIV. hat Münsters emeritierten Bischof Felix Genn am Donnerstag in Audienz empfangen. Das teilte der Vatikan anschließend ohne nähere Angaben mit. Genn (75), dessen altersbedingten Rücktritt noch Papst Franziskus im März 2025 angenommen hatte, leitete das mitgliederstärkste deutsche Bistum 16 Jahre lang.
Nach wie vor ist Genn Mitglied des vatikanischen Bischofsdikasteriums, das ab 2023 von Kardinal Robert Francis Prevost, seit 8. Mai Leo XIV., geleitet wurde. Dank mehrerer Treffen und gemeinsamer Projekte ist Genn gut mit dem heutigen Papst bekannt. Leo sei "zurückhaltend, weise, die Meinungen sammelnd, immer wieder zusammenführend, aber durchaus auch bestimmt", so der deutsche Bischof nach der Papstwahl.
Aus Wahl seines Nachfolgers "heraushalten"
Genn koordinierte zudem eine Arbeitsgruppe der Weltsynode, die dem Papst Vorschläge für eine bessere Auswahl von Bischofskandidaten machen sollte. Mitte Oktober hatte der emeritierte Bischof die Delegation bei der Heilig-Jahr-Wallfahrt des Bistums Münster angeführt. Dabei stellte Genn dem Papst den Übergangsverwalter des Bistums, Diözesanadministrator Antonius Hamers, und die Weihbischöfe Christoph Hegge und Rolf Lohmann vor.
Mit Blick auf seinen noch nicht bekannten Nachfolger sagte Genn der KNA vor einem Jahr, er wolle sich trotz seines Sitzes im dafür zuständigen Dikasterium "aus dem Verfahren, in dem mein Nachfolger bestimmt wird, heraushalten". Er werde "weder Namen nach Rom geben, noch welche kommentieren, wenn ich gefragt werde". (KNA)
